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Wie Agenturen das Potenzial von Künstlicher Intelligenz im Pharma-Marketing einschätzen


(Foto: Jakub Jirsák - Fotolia)

Sprachassistenten und Chatbots finden heute in fast allen Bereichen des digitalen Marketings Anwendung. Für die Healthcare-Branche birgt das viel Potenzial in der Kommunikation mit den Zielgruppen, etwa wenn es darum geht, Patienten mit Informationen zu versorgen. 'Healthcare Marketing' hat Agenturchefs gefragt, wie Künstliche Intelligenz (KI) das Pharma-Marketing verändert und welche Chancen sich dadurch auftun.

Ein Beispiel für Artificial Intelligence in der Gesundheitsbranche ist das Berliner Start-up Ada Health, das Patienten einen einfacheren Zugang zu ärztlicher Beratung und Diagnose ermöglichen will. "In zukunftsgerichtete Überlegungen integriert, wird es sicherlich in solchen Ansätzen noch riesige Chancen auch für die Individual-Therapie geben", sagt Julian Weinert, Geschäftsführer der Stuttgarter Agentur Ambulance, und fügt an: "Die größte Hürde für die Industrie ist dabei das Verbot zur patientenbezogenen Datenerhebung, was jedoch perspektivisch relevant für die Zukunft des Industrieunternehmens sein wird. Clevere Pharmaunternehmen machen Komplettausgründungen, die in juristisch korrekter Weise entkoppelt werden, um selbst die Daten halten zu dürfen."

Amazons Alexa ergänzt die Einkaufsliste für den Supermarkt und könnte zukünftig möglicherweise auch Arzneimittel-Bestellungen annehmen, prognostiziert Joss Hertle. Der Geschäftsführer der Nürnberger Digitalagentur Xeomed erklärt: "Der große Nachteil für Versandhändler, Marken und Unternehmen: Durch KI geht vermutlich der Kontakt zum Kunden verloren, durch Nutzung von Chatbots und ähnlichen Systemen der Kundenbetreuung, die sich nur auf der Plattform abspielen. Die Anwendungen werden auf Nutzerfragen mit Vorschlägen antworten, die zum größten Teil oder 100 Prozent personalisiert sind. KI wird bei diesen Antworten immer viel besser treffen, als es klassische Online-Werbung je kann."

Auch der Chef der Neu-Isenburger Agentur WEFRA Matthias Haack beobachtet die Entwicklung genau, merkt jedoch an: "Big-Data im Gesundheitsmarkt wird von Verbrauchern und Patienten mit Vorsicht und einem noch fehlenden Vertrauen betrachtet." Christoph Witte von Pink Carrots, Frankfurt, ist ebenfalls überzeugt, dass Bots in der Healthcare-Kommunikation Potenzial haben und gibt zu Bedenken, dass der Mehrwert für Arzt und Patient und die Machbarkeit in Bezug auf den Datenschutz gegeben sein müssen. "Denn auch wenn die technischen Möglichkeiten immer besser werden, sind Bots aktuell weit davon entfernt, qualitativ hochwertige Aussagen zu treffen."

Die ausführlichen Statements der Agenturchefs zu dem Thema Künstliche Intelligenz und weiteren Kommunikationstrends lesen Interessierte in unserer aktuellen Printausgabe 1/2018 von 'Healthcare Marketing'. Hier geht es zu Bestellung.

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Anna Jäger 30.01.2018

 
 

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