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Kräftiger Schub für Arzneimittel gegen Magenbeschwerden

Die Werbeausgaben im Bereich Magen-Säure bedingten Erkrankungen sind im Vergleich zum Vorjahr enorm angestiegen. In den Apotheker- und Ärztezeitschriften stiegen die Ausgaben von 1,5 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro an. Dies bedeutet einen stattlichen Anstieg von 129 Prozent (siehe Grafik unten), wie die Agentur Faktenschmied, Lichtenau, ermittelte.
Ausgelöst wurde der steigende Werbedruck dadurch, dass der dänische Hersteller Nycomed den Patenschutz für den Wirkstoff Pantoprazol im Mai dieses Jahres verlor. Kurz darauf pressten die drei großen Generika-Hersteller Hexal, Stada und ratiopharm ihre Nachahmer-Präparate in den Markt. Dem hat Nycomed vorgebeugt, indem der Hersteller noch vor allen anderen das Generikum Pantoprazol Nyc auf den Markt brachte. Das Präparat wirbt damit, das erste Generika-Produkt in diesem Segment zu sein. Hingegen stellte Nycomed die Werbung für das Orginalpräparat bereits 2008 ein.
Die Top drei Hersteller sind Nycomed GmbH, Konstanz, mit einem Werbevolumen von 0,89 Millionen Euro, Hexal AG, Holzkirchen, mit rund 0,45 Millionen Euro und an dritter Stelle Ratiopharm GmbH, Ulm, mit 0,44 Millionen Euro.
In den acht am stärksten beworbenen Marken ist Nycomed mit drei Produkten vertreten. Darunter an erster Stelle Pantoprazol Nyc (0,45 Millionen Euro), an vierter Stelle Pantozol Control (0,30 Millionen Euro) und an achter Stelle das rezeptpflichtige Arzneimittel ZacPac (0,13 Millionen Euro). Das zweitmeist beworbene Produkt ist Pantoprazol-Ratiopharm mit einem Werbevolumen von rund 0,35 Millionen Euro und an dritter Stelle steht Pantoprazol Hexal mit 0,34 Millionen Euro (siehe Werbemotiv links oben). Von den Top 8 beworbenen Marken werden die ersten sieben Produkte erst seit 2009 beworben (weitere Informationen auf 'healthcaremarketing.eu', vom 09.09.2009 hier).
Im Apothekenbereich ist der Titel mit dem größten Werbevolumen ‚PZ Pharmazeutische Zeitung‘ aus dem Deutschen Apotheker Verlag in Stuttgart. Hier gab es im Bereich Sodbrennen einen Anstieg der Brutto-Werbeeinnahmen von 0,04 auf 0,19 Millionen Euro (plus 475 Prozent). Im Facharztbereich führt die vom Springer Medizin Verlag herausgegebene ‚Ärzte Zeitung‘ mit einem Anstieg der Brutto-Werbeeinnahmen im Bereich Sodbrennen von 0,3 auf 0,99 Millionen Euro (plus 330 Prozent).

[Hier] geht's zur vergrößerten Grafik.

Anzeigenmotive der zwei am stärksten beworbenen Arzneimittel gegen Sodbrennen: Pantoprazol Nyc, Pantoprazol-Ratiopharm (v.l.)
Birte Schäffler 01.10.2009
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