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RYSM wird unabhängig von der Hirschen Group
Die Agenturgruppe RYSM wird künftig vollständig inhabergeführt. Nach 17 Jahren übernehmen die Gründer Benjamin Minack und Andreas Nickel im Rahmen eines Management-Buy-outs die bislang von der Hirschen Group gehaltenen Anteile an dem Unternehmen.
RYSM zählt nach eigenen Angaben rund 250 Mitarbeitende an sechs Standorten mit Hauptsitz in Berlin. Die heutige Agenturgruppe wurde als Ressourcenmangel gegründet und war seit 2009 Teil der Hirschen Group. Anfang 2026 erfolgte die Umfirmierung zur Marke RYSM.
"Vor 17 Jahren haben wir uns entschieden, Teil der Hirschen Group zu werden. Das war rückblickend eine der besten unternehmerischen Entscheidungen, die wir treffen konnten", erklären Benjamin Minack und Andreas Nickel. "Gemeinsam haben wir aus einer Berliner Agentur eine Unternehmensgruppe mit mehr als 250 Kolleginnen und Kollegen an sechs Standorten aufgebaut. Dafür sind wir Bernd Heusinger, Marcel Loko und allen Menschen in der Hirschen Group sehr dankbar. Jetzt freuen wir uns darauf, alle unternehmerischen Entscheidungen selbst zu treffen, mit aller Gestaltungsfreiheit und Geschwindigkeit, die das mit sich bringt. Wir sind sehr froh, dass dieser Schritt einvernehmlich und fair möglich geworden ist."
Über die finanziellen Details der Transaktion haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Der Prozess wurde von der M&A Beratung Drake Star für den Finanzierungsteil und Wolf Ingomar Faecks bei der Projektierung der Transaktion und der Vorbereitung und Umsetzung der Transition begleitet.
Nach Angaben der Beteiligten sollen sich durch die Anteilsübernahme für Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende sowie Geschäftspartner keine Veränderungen ergeben. Teams, Ansprechpartner, Standorte und bestehende Verträge blieben unverändert.
RYSM plant, seine Aktivitäten in den Bereichen Beratung, Strategie, Kreation und integrierte Kommunikation weiter auszubauen. Darüber hinaus soll der Geschäftsbereich RYSM Integral gestärkt werden, der Lösungen für digital arbeitende Organisationen entwickelt.
Die Gründer verweisen auf tiefgreifende Veränderungen in der Kommunikationsbranche. "Künstliche Intelligenz beschleunigt viele Prozesse, Auftraggeber organisieren Kommunikation neu und investieren gezielter in Beratung, Kreativität und spezialisierte Kompetenzen", so Minack und Nickel. Die vollständige Inhaberschaft solle insbesondere zusätzlichen Handlungsspielraum für Investitionen und Innovationen schaffen.
Auch die Hirschen Group bewertet die Transaktion positiv. Bernd Heusinger, Mitgründer der Agenturgruppe, bezeichnete die Entwicklung als Bestätigung des eigenen Unternehmer-Modells. Aus einer „kleinen, feinen Berliner Digital-Agentur“ sei innerhalb der gemeinsamen Zeit eine Unternehmensgruppe entstanden, die heute in zahlreichen Kommunikationsdisziplinen tätig sei. Marcel Loko, CEO der Hirschen Group, erklärte, die Entwicklung von RYSM zeige die Funktionsweise der Unternehmer-Plattform der Gruppe. Künftig wolle sich die Hirschen Group verstärkt auf die Wachstumsfelder Social, Public und Health konzentrieren.
Beide Unternehmen kündigten an, auch nach der Anteilsübernahme weiterhin bei ausgewählten Projekten zusammenzuarbeiten.
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