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Simon-Kucher & Partners befragt Verbraucher zur Wahrnehmung von freiverkäuflichen Gentests

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Freiverkäufliche Gentests sind bei Konsumenten durchaus bekannt, aber noch selten genutzt. Das ergibt eine Studie von Simon-Kucher & Partners mit Deutschlandstandort in Köln. Das Beratungsunternehmen befragte für die Online-Studie 'Direct to Customer genetic testing' im Sommer 2019 weltweit 184 Konsumenten aus 28 Ländern zu ihrer Wahrnehmung und ihrem Wissen hinsichtlich Abstammungstests, prädikativen Tests zur frühzeitigen Diagnose von Krankheiten, Carrier-Tests (die zeigen, ob die Testperson Träger einer bestimmten Krankheit ist) und nutrigenomischen Tests (mit Fokus auf eine Beziehung zwischen dem Genom, der Ernährung und der Gesundheit der Patienten). Bei solchen freiverkäuflich erworbenen Tests erhält der Patient ein Testkit, reicht selbstständig eine Speichelprobe ein und das Kit wird dann zur Untersuchung an ein vordefiniertes Labor geschickt.

Laut Studie ist das Wissen über die sogenannten DTC (Direct to Consumer)-Gentests oberflächlich. Preis, Datenschutz und Intransparenz würden einen Kauf für viele Konsumenten wenig attraktiv machen, resümiert Simon-Kucher & Partners weiter.

Obwohl 86 Prozent der Studienteilnehmer DTC-Tests kennen, haben nur circa fünf Prozent sie schon selbst gekauft.

Der Bekanntheitsgrad der einzelnen Tests variiert stark: Abstammungstests sind 85 Prozent der Teilnehmer ein Begriff, nutrigenomische Tests kennt nur jeder dritte der Befragten.

Informationsquelle sind meist Freunde und Familie sowie das Internet, nur sechs Prozent der Umfrageteilnehmer haben von ihrem Arzt Informationen über die Tests erhalten.

Arztempfehlung als bedeutender Faktor

Dabei sei die Empfehlung eines Arztes für die finale Kaufentscheidung ausschlaggebend, analysiert Simon-Kucher & Partners. Circa 75 Prozent der Befragten sähen die Arztempfehlung als einen der überzeugendsten Gründe, sich einen solchen Test zu kaufen.

Christian Rebholz, Partner und Branchenexperte bei Simon-Kucher & Partners, kommentiert: "Da die Patienten oft Zweifel in Bezug auf die Validität der Daten haben, ist eine ärztliche Empfehlung sehr wertvoll. Anbieter von Gentests sollten das nicht unterschätzen."

Zudem solle die Durchführung solcher Tests so einfach wie möglich sein. 36 Prozent der Befragten würden einen reinen Online-Prozess bevorzugen, ohne jegliche Interaktion mit Ärzten.

Die Nutzungsbereitschaft variiert nach Simon-Kucher & Partners mit den Kosten: Fast die Hälfte der Befragten gebe an, mit hoher Wahrscheinlichkeit einen DTC-Gentest nutzen zu wollen, wenn man die Kosten unberücksichtigt lasse. Dabei würde die Wahl am häufigsten auf prädikative Tests zur Frühdiagnose von Krankheiten fallen. Wenn Patienten für die Tests selber bezahlen müssten, liege die Zahlungsbereitschaft für die meisten Tests im niedrigen dreistelligen Bereich.

Viele Personen sähen die Tests kritisch. Hauptgründe dafür seien neben dem Preis Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Bei solchen Tests, in denen es darum geht den Genpool in Bezug auf mögliche Krankheitsbilder zu analysieren, hätten die Befragten vor allem Vorbehalte wegen der Genauigkeit und Transparenz der Daten.

Abbildung unten: Was Verbraucher überzeugen würde, einen DTC-Gentests zu kaufen (Quelle: Simon-Kucher & Partners)


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(np) 07.11.2019


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