ANZEIGE



Politik

ANZEIGE



Verbraucherzentrale Bundesverband macht sich für die Erstattung digitaler Pflegehelfer stark

%%%Verbraucherzentrale Bundesverband macht sich für die Erstattung digitaler Pflegehelfer stark%%%

Der Verbraucherzentrale Bundesverband argumentiert mithilfe eines Rechtsgutachtens dafür, dass Pflegekassen künftig die Kosten für digitale Systeme mit pflegeunterstützender Wirkung erstatten. Es geht dabei um digitale Assistenzsysteme, die pflegebedürftigen Verbrauchern zu mehr Selbstständigkeit und Sicherheit im eigenen Zuhause verhelfen können. Beispiele sind Sensoren, die bei einem Sturz einen Notruf absetzen, oder eine digitale Anwendung, die an die nächste Mahlzeit erinnert. Bislang müssten Verbraucher solche Active-Assisted-Living-Technologien selbst zahlen, erläutert der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) mit Sitz in Berlin.

Klaus Müller, Vorstand des vzbv, sagt: "Schon heute können digitale Anwendungen Pflegebedürftigen das Leben zu Hause erleichtern und die Lebensqualität steigern. Damit die neuen Möglichkeiten im Alltag ankommen, dürfen Pflegebedürftige nicht mit den Kosten allein gelassen werden. Bei der Finanzierung sind vor allem die Pflegekassen gefragt."

Das Gutachten der Rechtsanwaltsgesellschaft Dierks + Company im Auftrag des vzbv bestätige die mangelnde Erstattungsfähigkeit digitaler Pflegehelfer, führt der Verband aus. Im Hilfsmittelverzeichnis der Pflegekassen seien gegenwärtig nur Hausnotrufsysteme und ein mit geringen Funktionen ausgestattetes Pflegebett als erstattungsfähige digitale Anwendungen gelistet.

Der vzbv fordere deshalb dringend, die gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen, um Technologien mit nachgewiesenem pflegerischen Nutzen erstattungsfähig zu machen.

Das Gutachten empfehle einen eigenen Erstattungsanspruch für digitale Pflegeanwendungen im Rahmen des Pflegehilfsmittelanspruchs im Elften Sozialgesetzbuch. Neben einer gesetzlichen Definition digitaler Assistenzsysteme solle dieser auch zwingend den Nachweis eines pflegerischen Nutzens erfordern.

Gutachter Christian Dierks erläutert: "Indem die digitalen Assistenzsysteme ihren Nutzen für die Pflegeversorgung nachweisen müssen, wird sichergestellt, dass die Pflegeversicherung nicht die Kosten für bloße Lifestyle- und Smart-Home-Technologien tragen muss."

Ähnliche Beiträge:

April 2019: Caritas-Kampagne 2019 fordert Unterstützung für die Digitalisierung im Sozialsektor

Oktober 2018: Bitkom präsentiert Umfrage zu Digitalisierung in der Pflege

April 2018: Zwei Drittel der Bürger sehen eher Chancen beim Einsatz digitaler Technik in der Pflege

Juli 2017: E-Pflege-Studie im Auftrag des Gesundheitsministeriums vorgestellt


zurück

(np) 13.02.2020


Druckansicht

Artikel empfehlen


PremiumPartner
Top-Dienstleister für Gesundheitsmarken

Profitieren Sie von Profis für Ihre Kommunikation!

















































































































































































































































































































































































































































Printausgabe

Sonderheft

Spot des Monats

Der Wettbewerb von 'Healthcare Marketing' zeichnet Bewegtbild-Kommunikation in der Gesundheitsbranche aus. Mehr...

Dental Marketing

'Healthcare Marketing'-Kreativranking


© LangnerRT/Fotolia

Das 'Healthcare Marketing'-Kreativranking kürt die kreativsten Werbeagenturen der Gesundheitsbranche. Die Rangliste basiert auf gewonnenen Awards von nationalen und internationalen Wettbewerben. Mehr...

Best Practice

Hier finden Sie aussagekräftige Fallstudien zu Kampagnen aus dem Pharma- und Gesundheitsmarkt.