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Niedergelassene Ärzte befürchten eher zusätzliche Bürokratie durch digitale Prozesse

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Nach Eindruck vieler niedergelassener Ärzte ist der bürokratische Aufwand in der Praxis gewachsen, und die Digitalisierung verspricht dahingehend kaum eine Besserung. 91 Prozent der Ärzte meinen, dass die bürokratische Belastung in der ambulanten medizinischen Versorgung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Eine Mehrheit verneint zudem die Perspektive, ob im Zuge der Digitalisierung Besserung zu erwarten sei. 78 Prozent der Niedergelassenen fürchten, dass mit neuen digitalen Prozessen sogar zusätzliche Verwaltungsarbeit anfällt. Nur vier Prozent hegen die Hoffnung, dass es zu spürbaren Verbesserungen kommt.

Das sind Ergebnisse einer Umfrage des Ärztenachrichtendienstes änd.de, durchgeführt vom 4. bis zum 7. Februar 2020. Über 1.400 niedergelassene Haus- und Fachärzte beteiligten sich an der Online-Befragung zum Thema Bürokratie. Der in Hamburg ansässige änd ist eine Verbindung aus berufsbezogenem Nachrichtendienst und Online-Diskussionsplattform zum innerärztlichen Wissensaustausch.

Insgesamt 65 Prozent der niedergelassenen Ärzte widmen täglich mehr als eine Stunde dem Ausfüllen von Formularen und dem Abklären von schriftlichen oder telefonischen Anfragen, ergibt die Umfrage. Darunter gaben 23 Prozent der Niedergelassenen an, mehr als zwei Stunden täglich dafür zu benötigen.

Abbildung: Einschätzung befragter niedergelassener Ärzte zur Bürokratiebelastung in der Praxis (Quelle: änd)


Hinsichtlich der Gründe für die bürokratische Belastung meinen 95 Prozent der niedergelassenen Ärzte, dass immer mehr gesetzliche Bestimmungen, die Vertragsärzte erfüllen müssen, zu der Entwicklung geführt hätten. 51 Prozent sehen einen Nebenfaktor in häufigeren Patientenanfragen und -forderungen. 44 Prozent nennen eine komplexer werdende, moderne Medizin.

49 Prozent der Befragten glauben dabei, Politikern und Körperschaften sei gar nicht bewusst, was in den Praxen durch die Bürokratie für eine Belastung entsteht. 41 Prozent denken laut änd-Umfrage, dass die Probleme durchaus bekannt sind, aber nichts dagegen unternommen werde, weil der Kampf gegen die Bürokratie für die Verantwortlichen keinen hohen Stellenwert habe.

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(np) 12.02.2020


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