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Douglas Pro zieht positive Bilanz und kooperiert mit Medizinern

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Neun Monate nach Eröffnung der Pilotfiliale von Douglas Pro im Hamburger Stadtteil Eppendorf, ein Premium-Konzept, das mit medizinischen Kosmetikmarken Apotheken angreifen will, zieht Douglas-CEO Tina Müller eine positive Bilanz.

"Die Filiale in Hamburg wird sehr gut angenommen. Seit der Store-Eröffnung im Herbst 2018 können wir bereits über 45.000 Besucher verzeichnen", teilt eine Unternehmenssprecherin gegenüber 'Healthcare Marketing' mit.

Die Konzernchefin lässt aber auch durchblicken, dass sie das Konzept noch für mindestens drei weitere Monate testen will, um es anschließend zu optimieren und es dann "noch besser an den Wünschen der Kunden" auszurichten.

Das 'manager magazin' hatte erst in seiner Juni-Ausgabe 2019 unter dem Titel 'Deutschlands härteste Managerin – Wie Tina Müller mit rüden Methoden die Handelskette Douglas führt' berichtet, Müller wolle das Konzept Douglas Pro nicht ausrollen, sondern es als Shop-in-Shop in Vorzeigehäusern integrieren.

Müller stellt auf Anfrage von 'Healthcare Marketing' klar: "Aktuell verfolgen wir zwei verschiedene Optionen: auf der einen Seite erwägen wir, Teile des Konzepts in anderen Filialen einzusetzen. Zum anderen halten wir Ausschau nach weiteren Standorten, um Filialen analog zum Douglas Pro Store in Hamburg zu realisieren."

Das Sortiment von Douglas Pro unterscheidet sich von typischer Apothekenkosmetik deutlich. Die Filiale setzt auf Innovationen aus dem Medical-Beauty-Markt, also von Medizinern entwickelte Produkte (u.a. Dr. Felix Bertram, Dr. Barbara Sturm, Dr. Susanne von Schmiedeberg), die hierzulande Premiere feiern.

Müller sucht offenbar eher die Nähe zu Dermatologen als zu Apothekern. Auch bietet die Parfümeriekette in Kooperation mit zwei Medizinern im Rahmen eines Pilotprojekts und auf Kundenanfrage Hyaluron- und Botox-Behandlungen an. Hierfür sind die Ärzte jeweils einmal im Monat in zwei Testfilialen in Hamburg und Frankfurt vor Ort, teilt eine Unternehemssprecherin mit. Für die Schönheitsbehandlungen und Hautanalysen stehen separate Pflegekabinen zur Verfügung.

Mit dem neuen Ansatz setzt die Parfümerie-Filialkette seine Investitionen im Rahmen des Strategieprogramms #Forwardbeauty fort, um seine stationären Shops zu einem "Ort des Erlebens" weiterzuentwickeln.




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(bs) 18.06.2019


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Techniker Krankenkasse wird Gesundheitspartner der Electronic Sports League

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Die Techniker Krankenkasse (TK) baut ihr Engagement im Bereich E-Spots aus. Die TK ist ab sofort Gesundheitspartner der Electronic Sports League (ESL). Seit der Gründung im Jahr 2000 hat ESL die Branche mit zahlreichen Online- und Offline-Turnieren aufgebaut, die inzwischen von Millionen Fans verfolgt und besucht werden. In diesen weltweit übertragenen Challenges messen sich international bekannte und prominente Profi-Spieler. Initiiert wurde die Zusammenarbeit von der Hamburger Agentur pilot, mit der die TK schon lange zusammenarbeitet.

Der erste große Auftritt der TK soll im Oktober stattfinden: Vom 25. bis 27.10.2019 findet in Hamburg das Live-Turnier ESL One statt. Die TK will vor Ort Teams und Besucher aufklären und gesundheitlich zu Themen rund um die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit beraten.

Flankierend dazu wird die Techniker Krankenkasse Founding-Partner der TK University Open, einem neuen Turnier, das in Zusammenarbeit mit der Uniliga bzw. dem Studenten-Start-up University eSport Germany organisiert wird. Die TK will bei dem Event ein neues Aktivierungskonzept für studentische Zielgruppen umsetzen. Verantwortlich für die E-Sports-Engagements, die zunächst auf zwei Jahre angelegt sind, ist Bruno Kollhorst, Leiter Werbung & HR-Marketing bei der Techniker Krankenkasse.

"Über die Kooperationen sichert sich die TK einen neuen Zugang zur Generation Z, in der Gaming neben Musik und Technologie zu den größten Interessensgebieten gehört", erklärt Paul Dahlhoff, Head of eSports bei pilot., "Besonders in dieser jungen Altersgruppe ist es wichtig, frühzeitig ein Bewusstsein für den Einfluss längerer Gaming-Sessions auf den Körper zu schaffen und ihnen auf Augenhöhe mit Tipps und Präventionsangeboten zu begegnen." pilot hatte für die TK in den vergangenen Jahren bereits die Kiez-Match-Kooperation mit dem FC St. Pauli initiiert und umgesetzt.


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(aj) 17.06.2019


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MEDIEN

Google Cloud und Sanofi schließen Daten-Partnerschaft

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(Fotoquelle: Google Cloud)

Der Gesundheitskonzern Sanofi, Deutschlandsitz in Frankfurt, und Google Cloud haben heute (18.6.2019) auf der Google Cloud Summit in Paris eine Zusammenarbeit bei datenbasierten, digitalen Projekten angekündigt. Ziel der Kooperation ist es zum einen, ein Innovationslabor zu errichten, um die Entwicklung von Gesundheitsinnovationen, die für alle zugänglich und erschwinglich sind, zu fördern. Mithilfe neuer Technologien will die Initiative das Verständnis für den Verlauf von Krankheiten verbessern, die Produktivität im Geschäftsbetrieb von Pharmaunternehmen steigern und den Zugang zur Gesundheitsversorgung vereinfachen.

Zudem wird Sanofi die Google Cloud-Plattform nutzen, um seine Infrastruktur zu modernisieren und Arbeitslasten in die Google Cloud auszulagern sowie eine Plattform für KI aufzubauen, die bessere Erkenntnisse aus Patientendaten gewinnen soll.

"Wir freuen uns, mit Google zusammenzuarbeiten, um erweiterte Erkenntnisse aus Patientendaten zu erhalten, fundiertere Entscheidungen zu treffen und unseren Patienten auf der ganzen Welt eine außergewöhnliche Betreuung zu bieten", sagte Dr. Ameet Nathwani, Chief Digital Officer, Chief Medical Officer und Executive Vice President bei Sanofi. "Google verfügt über ein unglaubliches Netzwerk von Experten in der gesamten Gesundheitsbranche und wir sehen dies als enorme Gelegenheit, zusammenzuarbeiten, um branchen- und unternehmensbezogene Herausforderungen zu lösen."

Nathwani fügt hinzu: "Wir sind zuversichtlich, dass Google unseren Weg zu einem datenzentrierten Life-Science-Unternehmen erheblich beschleunigen und gleichzeitig dazu beitragen wird, dass die Ökosysteme des Gesundheitswesens ihre Fähigkeiten zur Vorbeugung, Erkennung und Vorhersage von Krankheiten verbessern und integrieren."




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(mak) 18.06.2019


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Zukunftspakt Apotheke startet Social-Media-Kampagne #Donttrustrüdiger

%%%Zukunftspakt Apotheke startet Social-Media-Kampagne #Donttrustrüdiger%%%


Noweda und Hubert Burda Media nehmen mit der Social-Media-Kampagne 'Don't trust Rüdiger' den Versandhandel aufs Korn (Foto: Noweda)

Der Zukunftspakt Apotheke, eine von der Apothekengenossenschaft Noweda und Hubert Burda Media gegründete Initiative zur Stärkung der stationären Apotheken in Deutschland, hat die Social-Media-Kampagne 'Don’t trust Rüdiger' gestartet.

Mit Spots auf Youtube, Facebook, Instagram und Snapchat will sich die Kampagne an eine online-affine Zielgruppe richten, um diese auf das Thema Arzneimittelsicherheit aufmerksam zu machen und die Versorgungsqualität durch die Vor-Ort-Apotheken zu kommunizieren.

Gleichzeitig soll die Offensive den Traffic auf die apothekereigene Bestellplattform IhreApotheken.de, eine Säule des Zukunftspakts Apotheke, fördern.

Für das Omni-Multichannel-Konzept haben sich die Initiatoren "ein sehr junges Team ins Boot geholt", heißt es von Noweda. Der Auftrag lautete, ohne erhobenen Zeigefinger die Nachteile aufzuzeigen, die mit dem Versand von Arzneimitteln verbunden sein können. Die kreative Konzeption und die filmische Umsetzung wurden von den Mediengestaltern Daniel Gilberg (Department Düsentrieb, Bochholt) und Mario Hickethier (Farbton Videos, Bonn) realisiert. Das Social Media Marketing wird von der Hamburger Agentur Elbdudler unterstützt.

Dr. Michael P. Kuck, Vorstandsvorsitzender der Noweda, sagt: "Die Kampagne vermittelt wichtige Botschaften und lässt dabei den Spaßfaktor nicht zu kurz kommen."

Er sagt weiter: "Es geht uns darum, zu verdeutlichen, dass Arzneimittel Waren der besonderen Art sind und dass ihr Bezug über die Vor-Ort-Apotheke sicher, qualitativ hochwertig und vertrauenswürdig ist – auch als Vorbestellung über IhreApotheken.de."

Im Zentrum der Kampagne steht der fiktive Arzneimittelversender 'Mega Web-Arzneimittel XXL', bei dem als plakatives Gegenbeispiel Qualität und Versandmethoden zu wünschen übrig lassen.

Der Kampagnen-Teaser ab sofort auf www.donttrustruediger.de, Youtube, Facebook und Instagram (@donttrustruediger) sowie unter dem Hashtag #donttrustrüdiger zu finden. Der Rollout weiterer Spots beginnt Ende dieser Woche.



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(bs) 17.06.2019


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KOMMUNIKATION

Cannes Lions 2019: Keine Health-Löwen für deutsche Agenturen

%%%Cannes Lions 2019: Keine Health-Löwen für deutsche Agenturen%%%

Das Rampenlicht im Lumière Theater in Cannes mussten die deutschen Einreicher bei den Health Lions am gestrigen Abend (17.06.2019) anderen überlassen. Die zwei nominierten Agenturen Serviceplan und BBDO sind bei dem Wettbewerb leer ausgegangen. Insgesamt wurden 44 Arbeiten aus dem Gesundheitssegment mit einem Cannes-Löwen prämiert, elf davon in der Kategorie Pharma, 33 in der Sparte Health & Wellness. Allerdings überzeugten zwei Arbeiten mit Healthcare-Bezug aus Deutschland in der Kategorie Design.

In der Kategorie Health & Wellness wurden insgesamt 1.186 Beiträge aus 52 Ländern eingereicht, wobei 33 Lions ausgezeichnet wurden: 1 Grand Prix, 5 Gold, 10 Silber und 17 Bronze Lions. Den Grand Prix gewann McCann, Tel Aviv, für Ikeas 'ThisAbles', wobei der Möbelhändler Add-ons für bestehende Produkte erstellte, um sie für Menschen mit Behinderungen zugänglicher zu machen.

In der Kategorie Pharma wurden von den 363 Einreichungen aus 23 Ländern elf mit Löwen vergeben – 1 Grand Prix, 2 Gold, 3 Silver und 5 Bronze Lions. McCann Health Shanghai nahm den Grand Prix für 'Breath of Life' ein Diagnostisches Werkzeug für COPD-Patienten für das Pharmaunternehmen GSK GlaxoSmithKline entgegen.

Healthcare-Netzwerk des Jahres ist McCann Health vor FCB Health und Havas Health & You. Grand Prix-Preisträger McCann Health Shanghai wurde zur Healthcare-Agentur des Jahres ernannt, gefolgt von der FCB-Tochter Area 23 aus New York. Der dritte Platz ging an Havas Lynx, Manchester.

Zwei Design-Löwen für Healthcare-Arbeiten

Am Eröffnungstag des Kreativfestivals wurden neben den Löwen in den Kategorien Health und Pharma noch weitere Awards verteilt unter anderem in der Design-Sparte. Und hier gab es dann auch positive Nachrichten für die deutschen Einreicher: Über einen silbernen Löwen können sich Scholz & Friends und The Female Company für 'The Tampon Book: A Book Against Tax Discrimination' freuen. Serviceplan und Dot holen mit dem Braille-Device 'Dot Mini. The First Smart Media Device for the Visually Impaired.' in dieser Kategorie Bronze.

Mehr zu den ersten Gewinnern in Cannes lesen Sie bei unserem Schwester-Magazin 'new business'

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Cannes Lions 2019: Nur zwei deutsche Arbeiten auf der Shortlist der Health Lions
Cannes Lions 2019: 30 Einreichungen aus Deutschland im Rennen bei Pharma & Health



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(aj) 18.06.2019


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meusel gs setzt Launchkampagne für Wunjobolic um

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Das neue Präparat wird unter dem Claim 'Wunjobolic - Der natürliche Abnehmhelfer' beworben (Foto: meusel gs)

Das bayerische Unternehmen Wunjo, Türkheim, beauftragte die Healthcare-Agentur meusel gs mit der Entwicklung und Durchführung der Einführungskampagne für das homöopathische Komplexarzneimittel Wunjobolic. Das Produkt wird positioniert als "natürlicher Abnehmhelfer".

Sabine Meusel, Geschäftsführerin von meusel gs, und ihre 20 Mitarbeiter erarbeiteten eine Fachkampagne für Heilpraktiker. Zur crossmedialen Kampagne gehören zudem Außendienst-Folder, eine Webseite für die Zielgruppe Fach- und Endverbraucher, eine Aufklärungskampagne für das Wartezimmer sowie diverse Flyer und Broschüren. Auf dem Heilpraktiker-Kongress in Karlsruhe am 15. Juni 2019 fand der erste Aufschlag statt. Wunjo war mit einem Messestand vertreten.

"Innerhalb kurzer Zeit präsentierte uns meusel gs healthcare ein integriertes Kommunikationskonzept, dass die Produktvorteile markenkompetent auf den Punkt bringt", begründet Firmeninhaberin Maritta Wedemeyer ihre Wahl für die meusel gs.


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(aj) 17.06.2019


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KÖPFE

PKV-Verband wählt Dr. Ralf Kantak zum neuen Vorsitzenden

%%%PKV-Verband wählt Dr. Ralf Kantak zum neuen Vorsitzenden%%%

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), Berlin hat in seinem Hauptausschuss Dr. Ralf Kantak zu seinem neuen Vorsitzenden bestimmt. Die Entscheidung wurde von den Mitgliedern einstimmig getroffen. Kantak löst zum 1. Juli Uwe Laue ab, der sechs Jahre lang den Verband leitete. Der Hauptausschuss wählte Uwe Laue zugleich zum Ehrenmitglied des Verbandes.

Kantak ist seit 2013 Vorstandsvorsitzender der Süddeutsche Krankenversicherung sowie Mitglied des PKV-Hauptausschusses. Neben Kantak gehören dem PKV-Vorstand Thomas Brahm (neu gewählt ab 1. Juli 2019; Debeka Krankenversicherungsverein, Koblenz), Nina Klingspor (neu gewählt ab 1. Juli 2019; Allianz Private Krankenversicherungs-AG, München) als stellvertretende Vorsitzende an. Weitere Mitglieder in gleicher Funktion sind Dr. Andreas Eurich (Barmenia Krankenversicherung, Wuppertal), Ulrich Leitermann (Signal Iduna Krankenversicherung, Dortmund) und Dr. Clemens Muth (DKV Deutsche Krankenversicherung AG, Köln, Dr. Thilo Schumacher (AXA Krankenversicherung AG, Köln) sowie Dr. Florian Reuther, der auch als geschäftsführendes Vorstandsmitglied fungiert.


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(mak) 18.06.2019


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Jens Spahn ernennt Dr. Markus Leyck Dieken zum Gematik-Chef

%%%Jens Spahn ernennt Dr. Markus Leyck Dieken zum Gematik-Chef%%%

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beruft Dr. Markus Leyck Dieken zum neuen Gematik-Chef, wie aus einem Bericht der 'FAZ' von Montag (17.6.) hervorgeht. Der 54-Jährige kommt für Alexander Beyer, der seit Anfang Juni 2015 die Geschäfte der Gesellschaft für sichere Datenkommunikation im Gesundheitswesen (Gematik) lenkt (mehr hier).

Das BMG hatte im Mai 2019 die Mehrheit an der Gematik übernommen, wie 'Healthcare Marketing' in seiner Ausgabe 6/2019 berichtet. Nun tauscht Spahn die Führungsspitze aus. Laut 'FAZ' soll Leyck Dieken ab 1. Juli 2019 an die Spitze treten. Formal müssen zwar noch die Kassen, Ärzte und Krankenhäuser abstimmen. "Da die aber in der Minderheit sind, ist die Zustimmung nur eine Formalie", schreibt die Tageszeitung.

Der ausgebildete Internist und Notfallmediziner Leyck Dieken bringt viel Erfahrung als Pharmamanager mit. Er arbeitete etwa bei Novo Nordisk, Novartis und war von 2012 bis 2017 für den israelischen Pharmakonzern Teva in verschiedenen Spitzenpositionen tätig (hier mehr). 2018 wechselte er zum japanischen Pharmaunternehmen Shionogi Europe, wo er von Berlin aus das Deutschland-Geschäft aufbaute. Zudem wirkte er als stellvertretender Vorsitzender beim Verband Pro Generika mit.

Laut 'FAZ' zeichne Leyck Dieken für die neue Position aus, dass er als Ratiopharm-Chef bereits als Globaler Leiter das 'Zukunftsprogramm Teva 2021' für digitale Patientenversorgung verantwortete. Der Zeitungsredakteur beruft sich dabei auf informierte Kreise.


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(bs) 18.06.2019


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POLITIK

Asklepios Kliniken: Umfrage verdeutlicht Folgen der Klinik-Abrechungskontrolle durch den MDK

%%%Asklepios Kliniken: Umfrage verdeutlicht Folgen der Klinik-Abrechungskontrolle durch den MDK%%%

Klinikärzte erleben eine Misstrauenskultur und gesteigerten Dokumentationsaufwand durch Rechnungsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Das illustriert eine Online-Befragung von 200 Klinikärzten, die der Marktforschungsanbieter DocCheck im Auftrag der Asklepios Kliniken durchgeführt hat. Laut der privaten Klinik-Gruppe mit Sitz in Hamburg prüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) in den vergangenen Jahren verstärkt Krankenhausabrechnungen, um angebliche Falschabrechnungen aufzudecken. Das habe für die beauftragenden Kassen nicht selten Einsparungen zur Folge.

93 Prozent der befragten Klinikärzte erleben dies als Misstrauenskultur, die bei 79 Prozent der Befragten eine Steigerung des Dokumentationsaufwands in den vergangenen fünf Jahren bewirkt hat, so das Umfrage-Ergebnis. 85 Prozent der Stationsärzte und 68 Prozent der leitenden Ärzte seien davon frustriert.

Die Krankenhausärzte hielten die Prüfung von Qualität, Kosten und Leistung stationärer Behandlungen zwar für sinnvoll, 92 Prozent empfänden die Kontrolle durch den MDK aber zu als zu stark, 89 Prozent wünschten Standards für die Prüfungen und 93 Prozent plädierten für eine unabhängige Kontrollinstanz.

Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA: "Die Studienergebnisse bestätigen auf erschreckende Weise, wie sich der Missbrauch des Medizinischen Dienstes durch die Kostenträger auf die Kliniken auswirkt. Mithilfe der Prüfungen erhalten sie einen immer größeren Anteil erbrachter Leistungen praktisch kostenfrei."

Der Versuch, mögliche Folgen der Prüfungen zu vermeiden, erhöhe den Dokumentationsaufwand für die Kliniken und belaste das Personal in inakzeptabler Weise.

Fälle von nicht erstatteten Leistungen sorgen für Unverständnis

Fast allen Klinikärzten waren Fälle von nicht erstatteten Leistungen aus den vergangenen zwölf Monaten bekannt, so die Umfrage. 22 Prozent gaben an, dass dies "oft" in ihrer Klinik vorgekommen sei. Bei Krankenhäusern öffentlicher Trägerschaft berichteten dies für die eigene Station 13 Prozent und für das eigene Haus 21 Prozent – bei Kliniken in privater Trägerschaft 20 Prozent und 15 Prozent.

Zum Thema gestiegener Aufwand, um dem MDK keine Ansatzpunkte für Beanstandungen zu liefern, sagen die Ärzte mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre: Die Nachweispflicht habe um 89 Prozent, die Bürokratie um 88 Prozent und die Belastung durch Dokumentation und Administration um 86 Prozent zugenommen.

Stationsärzte verbringen im Schnitt 46 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Administration und Dokumentation, ergibt die Umfrage weiter. Bei 32 Prozent der Stationsärzte macht dies mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit aus. 79 Prozent sehen sich gezwungen, deutlich mehr Zeit für Administration und Dokumentation aufzubringen als sie möchten, 74 Prozent der Ärzte frustriert das, 70 Prozent haben den Eindruck, dass die Kostenvorgaben der Krankenkassen über dem medizinischen Sachverstand der Ärzte stehen, und 62 Prozent können weniger Zeit für die Behandlung der eigenen Patienten aufbringen, als es nötig wäre. Mit 56 Prozent kann über die Hälfte die Ablehnungen nicht nachvollziehen und jeder zweite Arzt fühlt sich bevormundet.

Die von den Klinikärzten erlebte Misstrauenskultur gehe zu Lasten der Patienten, resümiert Asklepios Kliniken. Entscheidungen nach Aktenlage gingen für 84 Prozent der befragten Ärzte an Patientenbedürfnissen vorbei, 67 Prozent sähen Patienten leiden, weil notwendige Rehabilitationen oder Hilfsmittel nicht bewilligt würden. Für 62 Prozent erfolge die Kostenkontrolle zu Lasten der Patienten und 27 Prozent fänden, sie verhindere teils sogar, dass die Patienten gesund werden.

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Mai 2019: Asklepios erweitert seine Unternehmensstrategie mit der Vision 'Digital HealthyNear'

März 2019: Krankenhaus-Report bescheinigt Deutschlands Kliniken Rückstand bei der Digitalisierung


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(np) 14.06.2019


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Junge Helden macht mit Musikvideo auf das Thema Organspende aufmerksam

%%%Junge Helden macht mit Musikvideo auf das Thema Organspende aufmerksam %%%

Junge Helden e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Band Laing ein dokumentarisches Musikvideo zum Thema Organspende realisiert. Das fast zehnminütige Video erschien Ende Mai u.a. auf dem YouTube-Kanal der Aufklärungsinitiative aus München. Der Clip präsentiert den Song 'Organspende' von Nicola Rost, Sängerin der Band Laing. Dies bildet den Rahmen für kurze Interviews mit acht Betroffenen, die ihre Erfahrungen mit Organspende schildern. Darunter ist ein Beitrag von Junge Helden-Mitglied Jürgen Vogel, der sich laut der Initiative seit Jahren für das Thema engagiert. Junge Helden e.V. regt auch auf der eigenen Website dazu an, eine eigene Entscheidung mit Blick auf den Organspendeausweis zu treffen. Unter dem Motto 'Entscheidend ist die Entscheidung' will der 2003 gegründete Verein insbesondere junge Menschen über Organspende aufklären.

Anna Barbara Sum, Mitgründerin von Junge Helden, erläutert zur Entstehungsgeschichte des Videos: "Nicola Rost von der Band Laing bekam einen Organspendeausweis in die Hand. Der inspirierte sie dazu, eine humorvolle Gebrauchsanweisung für ihre Organe zu geben und zugleich ein einfühlsames Lied über Organspende zu schreiben. – 2015 trat Laing schon mal auf einer der Junge-Helden-Partys auf. Und so lag es auf der Hand, dass die Band auf uns zukommt. Gemeinsam mit den Regisseurinnen Julia Gechter und Annegret von Feyertag entstand dann die Idee, ein dokumentarisches Musikvideo zu produzieren, in dem Menschen interviewt werden, die Organspende aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten – Transplantierte, Angehörige eines Spenders, Mediziner, Wartepatientin, Spender."

Die Umsetzung des Videos entstand auf Eigeninitiative und in Eigenregie von Laing und Junge Helden, u.a. mit Unterstützung durch Crowdfunding. Die Produktion übernahm pro bono die Big Fish Filmproduktion, die Postproduktion lag bei Candy Mountain.

"Ziel ist es, dem Thema Organspende mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen", sagt Sum. "Das Video stellt Menschen vor, die unvermittelt und plötzlich mit Organspende konfrontiert wurden. Wir möchten, dass man sich in diese Menschen hineinversetzt. Ihre Geschichten sollen auch dazu anregen, sich selbst zu entscheiden. Denn wie der Titel des Projekts schon sagt: Vielleicht schon morgen stellt sich die Frage für einen selbst ganz konkret. Gerade vor dem Hintergrund, dass dieses Jahr eine dringend notwendige gesetzliche Änderung der Organspende diskutiert wird, möchten wir auch ein emotionales Statement setzen, das dazu bewegt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen."

Zur Streuung des Clips nutze Junge Helden alle eigenen Social-Media-Kanäle und Webseiten, betreibe klassische Pressearbeit dazu und habe eine Kurzversion des Videos am Tag der Organspende gezeigt.

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Januar 2019: Stiftung ÜberLeben initiiert Organspende-Aktion

August 2018: Organspende: Gesundheitsminister Spahn will Gesetzentwurf vorlegen


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(np) 12.06.2019


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