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Digital Health
Mehr Aufklärungsarbeit bei Senioren gefordert
Der mehrmals im Jahr erscheinende 'DigitAger-Report' von FischerAppelt und Civey gibt Antworten darauf, welche Themen, Kanäle und Werte für Menschen der Generation 60 plus relevant sind.
FischerAppelt sieht bei den DigitAgern, wie die über 60-Jährigen von den Studienautoren genannt werden, ein großes Potenzial an Vitalität, Expertise und Kaufkraft, welches häufig unbeachtet bleibt. Aus Sicht der Agentur tun sich Marken und Unternehmen schwer, Kommunikationsmaßnahmen an diese Zielgruppe zu adressieren. Daher sollen die Umfragen zeigen, welche Themen, Kanäle und Werte für die befragte Personengruppe Relevanz haben.
In der nun veröffentlichten zweiten Ausgabe geht es neben dem Thema Fachkräftemangel um den Blick der älteren Zielgruppe auf Gesundheitsversorgung. Das Meinungsforschungsinstitut Civey aus Berlin führte im Auftrag der Hamburger Agentur eine Online-Befragung mit 2.500 Personen in den Altersgruppen 60 und älter im Februar 2023 durch.
Zwei der wichtigsten Erkenntnisse aus dem 'DigitAger-Report Vol.2' im Themengebiet Gesundheitsversorgung seien laut Agenturmeldung, dass einerseits 72,2 Prozent der befragten Personen bereit sind, ihre digitalen Gesundheitsdaten für Forschung und Versorgung bereitzustellen.
Andererseits würden die DigitAger digitale Gesundheitsangebote wie Telemedizin und Wearables jedoch nicht selbst nutzen. Ein Bruchteil von lediglich 2,9 Prozent findet diese sinnvoll und nur etwa jede:r Fünfte ist für den Ausbau digitaler Möglichkeiten. Jede:r Vierte gibt an, von diesen Angeboten gehört zu haben, sich jedoch darunter nichts vorstellen zu können. Hier sieht FischerAppelt noch Bedarf an Aufklärungsarbeit, die PR und Markenkommunikation durchführen sollten.
Das größte Problem sehen 72,5 Prozent der Befragten in dem Personalmangel des Gesundheitswesens. An zweiter Stelle kommen lange Wartezeiten auf Arzttermine von bis zu zwei Monaten, die 51,6 Prozent der Befragten kritisieren.
Die Studie thematisiert außerdem Altersdiskriminierung. Jede:r vierte Befragte erfuhr bereits am eigenen Leib eine Herabsetzung aufgrund des Alters beim Arzt (25,2 %). Im Berufsleben teilt mit 35 Prozent mehr als jede:r Dritte diese Erfahrung. Frauen sind mit 27,4 Prozent häufiger von diesem Problem betroffen als Männer (23 %).
Mit Künstlicher Intelligenz in der Medizin haben 46,9 Prozent der über 60-Jährigen wenig bis gar keine Berührungsängste. KI kann beispielsweise dabei helfen, Erkrankungen zu diagnostizieren, Rehabilitation zu begleiten oder in der Pflege zu unterstützen.
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Madita Bürkner 17.07.2023









































