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Krankenkassen
AOK adressiert bewussteren Umgang mit Social Media
Beinahe zwei Drittel der Jugendlichen verbringen durchschnittlich bis zu drei Stunden am Tag auf Social-Media-Plattformen. 40 Prozent verspüren den Druck, schöner, erfolgreicher und besser werden zu müssen. Das sind zwei der Ergebnisse einer YouGov-Online-Befragung im Auftrag des AOK-Bundesverbandes, Berlin. Im Mittelpunkt stand die Nutzung von Social-Media-Plattformen und deren Auswirkungen auf die Selbstwahrnehmung und das Körperbild von Heranwachsenden. Befragt wurden rund 1.500 Personen im Alter zwischen 14 und 30 Jahren, die Soziale Netzwerke nutzen.
"Die Ergebnisse zeigen, dass Social Media dazu beiträgt, das Selbstbild der Jugendlichen zu verzerren. Deshalb fordern wir, dass geschönte Bilder im Netz gekennzeichnet werden müssen", sagt AOK-Vorstandsvorsitzende Dr. Carola Reimann. Medienkompetenz sei eng mit Gesundheit verknüpft. "Es geht nicht darum, soziale Netzwerke zu verteufeln, sondern darum, einen entsprechenden Umgang damit zu finden und die Verbindung zur Realität nicht zu verlieren. Jugendlichen muss klar sein, dass das, was sie auf Social Media sehen, nicht die Realität ist", so Reimann weiter.
Deshalb lancierte der AOK-Bundesverband am 6. Juli 2023 eine Informationskampagne in den sozialen Medien. Die Laufzeit ist bis Ende August geplant. Die Kampagne ziele darauf ab, Jugendliche und junge Erwachsene zu unterstützen, ihr Nutzungsverhalten auf den Prüfstand zu stellen. Innerhalb des AOK-Bundesverbands ist die Abteilung Markt/Produkte rund um Geschäftsführer Steve Plesker für die Maßnahmen verantwortlich. Die Jugendmarketing-Kommunikationsagentur Wynken Blynken & Nod verantwortet den Content. Das Thema Media ist bei Havas angedockt.
Der inhaltliche Fokus der Kampagne liegt auf der Sensibilisierung Heranwachsender für einen bewussteren Umgang mit Social Media. In einem Liveonline-Vortrag "Du bist mehr als dein Instagram-Profil" bekommen Interessierte Informationen und können mit einem Experten im Live-Chat ins Gespräch kommen. Dieser ist auf der Landingpage aok.de/selbstliebe zu finden.
Zur Landingpage führen verschiedene Werbemittel, die über Social Media als Postings und Storys (Instagram und TikTok), in TV-Mediatheken und bei Streamingdiensten, beworben werden, wie 'Healthcare Marketing' von der Krankenkasse erfährt. Zu den Werbemitteln gehören unter anderem zwei Spots, die beim Blick in den Spiegel vermeintliche "Streichholzarme" trotz Sport im Gym oder eine das Gesicht einnehmende Nase zeigen. Die Botschaft: Nicht immer entsprechen die Ideale aus der virtuellen Welt der Realität. So sollen Jugendliche animiert werden, sich nicht auf die Kontakte in den Sozialen Medien zu beschränken. Diese Botschaft zieht sich in Form eines Warnhinweises durch alle Assets der Kampagne. Darüber hinaus werden auch Erkenntnisse der aktuellen Umfrage geteilt. Auf Instagram gibt es außerdem ab Mitte Juli die Möglichkeit, die Warnhinweise als Sticker in eigene Stories einzubinden.
Eingebettet sind die Maßnahmen in die Jugendmarketing-Dachkampagne des AOK-Bundesverbandes '#AllesOK', die 2022 gestartet ist. Hier wurden zuvor Themen wie digitaler Stress, Krebsprävention aber auch Polyamorie und Body Positivity adressiert. Zuletzt gab Künstlerin Elif der Marken- und Vertriebskampagne für die junge Zielgruppe einen eigenen Sound.
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Anna Jäger 10.07.2023










































