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Digital Health
"Start-ups sollten ihre Angebote besser bündeln"
Laut dem 'Deutschem Start-up-Monitor 2022' liegt der Bereich Medizin und Gesundheitswesen auf Platz zwei der Branchen mit den meisten Start-ups. Die Liberalisierung der Telemedizin, die Zulassung von DiGAs, das Krankenhauszukunftsgesetz, die Etablierung der Telematikinfrastruktur schaffen zusätzliche Chancen. Dabei gilt auch für Start-Ups, gerade im sich verschärfenden Wettbewerb, dass zur Marktdurchdringung gezieltes Marketing mit klarem USP gehört. Dieses Vorgehen steht jedoch bei den allerwenigsten Start-Ups ganz oben auf der Agenda. Über Chancen und Risiken der Start-up Kommunikation hat 'Healthcare MarketingÄ mit Simeon Atkinson, Geschäftsführer bei Achtung! InnoHealth, gesprochen.
Warum sollte das Thema Kommunikation bei Start-ups von Anfang an mitgedacht werden?
Simeon Atkinson: Weil viele Maßnahmen erst langfristig wirken. Der Aufbau einer neuen Marke funktioniert nicht über Nacht. Start-ups können also gar nicht früh genug beginnen. Die einzige Ausnahme: Wenn das Produkt wirklich noch weit weg von der Marktreife ist, sind Investments dort wohl besser angelegt. Als Kommunikatoren wollen wir schließlich echte Innovationen in die Versorgung bringen. Erfahrungsgemäß denken Start-ups aber eher zu spät als zu früh an das Thema Kommunikation. Dann muss alles ganz schnell gehen, gerne auch ohne Strategie und Konzept. Das ist wirklich nicht empfehlenswert.
Welche strategischen Fehler werden am häufigsten gemacht?
Atkinson: Start-ups neigen dazu, die konzeptionellen Aspekte der Kommunikationsarbeit zu unterschätzen. Gründerteams wollen möglichst schnell möglichst viel erreichen. Das heißt für die Kommunikation: Schnell ins Tun kommen und kommunikative Ergebnisse erzielen. Das ist verständlich. Aber ohne strategische Grundlage, kann das ganze Vorhaben zum Glücksspiel werden. Im schlimmsten Fall war es dann Zeit- und Geldverschwendung. Beides können sich Start-ups nicht erlauben. Deshalb ist es so wichtig, im ersten Schritt die Basics zu klären.
Ein weiterer beliebter Fehler ist ein zu enger Blick auf die eigene Kommunikation. Es ist einfach unrealistisch, dass jeder Anbieter selbst eine große Reichweite aufbaut. Wie viele Apps soll ein Durchschnittspatient denn auf dem Smartphone haben? Auch in der Praxis wird niemand etliche neue Insellösungen installieren. Healthcare-Start-ups sollten ihre Angebote besser bündeln. Mit vereinten Kräften wird es auch einfacher, Aufmerksamkeit zu erzielen.
Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Printausgabe von Healthcare Marketing Nr. 6/2023. Darin finden Sie unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Was ist die Basis ist für erfolgreiche Start-up-Kommunikation? An welchen Stellschrauben müssen Anbieter von DiGA oder anderen Startups der Gesundheitsbranche noch drehen, um die Akzeptanz und Nutzung der digitalen Angebote zu steigern? Hier geht’s zur Bestellung…
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Beatrice Monington West 21.06.2023









































