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Digital-Health
Jüngere wollen E-Rezept digital einlösen
Der Rollout des E-Rezepts in Deutschland wurde zwar vorerst unterbrochen. Dennoch würde ein Großteil der Deutschen von einem digitalen Rezept per App Gebrauch machen, wenn die Einführung des elektronischen Rezepts denn einmal erfolgt ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Digitalverbands Bitkom, an der 1.144 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren teilnahmen.
Demnach sagen bereits jetzt 20 Prozent der Deutschen, dass sie das E-Rezept künftig ausschließlich digital einlösen wollen. Weitere 21 Prozent würden überwiegend die digitale Variante wählen. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren ist der Wunsch nach einer ausschließlichen oder überwiegend digitalen Einlösevariante mit insgesamt 50 Prozent noch etwas höher.
Daneben stößt auch das Einlösen in Paperform auf Zustimmung. Laut Bitkom will aktuell ein Drittel der Deutschen (33 %) das E-Rezept künftig ausschließlich als Ausdruck in der Apotheke einlösen. Weitere 20 Prozent bevorzugen ebenfalls einen überwiegend analogen Einlöseweg, würden aber auch die App nutzen. Insbesondere Senior:innen ab 65 Jahren sprechen sich derzeit für die komplett analoge (58 %) oder überwiegend analoge (10 %) Variante aus.
Insgesamt sind 74 Prozent der Bundesbürger:innen der Meinung, die Einführung des E-Rezepts komme in Deutschland viel zu spät. "Der Ausstieg der letzten Testregion aus dem Rollout-Prozess war ein erneuter und herber Rückschlag für die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland", sagt Malte Fritsche, Bitkom-Experte für digitale Medizin. "Obwohl das E-Rezept damit noch Zukunftsmusik ist, sind viele Deutsche bereits dafür offen. Wichtig ist, dass nicht nur sichere und niedrigschwellige Übermittlungswege für das E-Rezept entwickelt werden, sondern dass verloren gegangenes Vertrauen sowohl von den Versicherten als auch von Ärztinnen und Ärzten zurückgewonnen wird."
Marcel Kodura 18.11.2022










