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ghg zieht erste Bilanz nach Umstrukturierung

Karin Reichl (Foto: ghg)
Seit Anfang 2014 trägt Karin Reichl die Gesamtverantwortung für die Grey Healthcare Group (ghg) in Deutschland, ein Unternehmen der britischen Werbeholding WPP. Seitdem hat die Agentur ihre Strukturen verändert und das Management verschlankt. Als Reichl kam, hatten die beiden Agenturen ghg in Düsseldorf mit Jörg Tacke sowie s&k in Freiburg mit Olaf H. Just jeweils einen eigenen Managing Director. Inzwischen haben beide Geschäftsführer das Netzwerk verlassen. Bei Just kam der Ausstieg nicht ganz unerwartet, denn bereits im Juli 2014 wurde er von seinem Posten als s&k-Geschäftsführer entbunden und zum Geschäftsleiter ernannt.
Die Deutschlandchefin Reichl hat derweilen die Aufgaben von Tacke und Just übernommen. Sie berichtet an Lynn O‘Connor Vos, die als CEO das weltweite Geschäft der Grey Healthcare Group verantwortet. "Eine Agentur mit 34 Mitarbeitern braucht eine zugeschnittene Führungsstruktur. Wir haben die zweite Ebene stark gemacht. Unsere früheren Client Service Directors sind heute als Business Development Leads zuständig und führen das Tagesgeschäft, wenn ich nicht vor Ort bin", erklärt Reichl.
Auch die Unit Healthy People der Agentur Grey Düsseldorf wurde aufgelöst. "Grey hat im Rahmen der Kooperation mit ghg keine Notwendigkeit mehr für diese Sub-Unit", heißt es von Grey Germany. Bereits 2012 verlor die Unit ihren damaligen Geschäftsführer Jörg Elfmann, heute Geschäftsführer bei B + D Healthy Brandship. Seitdem war Healthy People lange Zeit inaktiv. Unerwartet vermeldete die Unit dann Ende 2014 einen Etatgewinn (siehe hier). Danach war es aber wieder ruhig um Grey Healthy People.
Mit der personellen Neuaufstellung soll die Grey Healthcare Group gewappnet sein, um integriert von den beiden Standorten Düsseldorf und Freiburg zusammenzuarbeiten – auch international. Die Arbeit gestaltet sich so, als würden alle an einem Ort tätig sein. "Es geht nicht mehr darum, wo die Mitarbeiter sitzen, sondern wer für einen Account am besten geeignet ist. Seitdem ich an Bord bin, arbeiten wir noch enger mit den internationalen Kollegen zusammen", erläutert Reichl. Die Arbeit wird auf die Mitarbeiter verteilt, die für die geforderten Inhalte am meisten Expertise haben. Früher habe man nur innerhalb Deutschlands nach Kollegen mit speziellem Know-how gesucht. Heute kann die Deutschlandchefin aus einem Netzwerk mit 600 ghg-Mitarbeitern den passenden Experten anfordern. Obendrein stehen am Platz der Ideen in Düsseldorf 450 Grey-Kollegen zur Verfügung. Damit soll der Austausch zwischen Healthcare und Consumer vorangetrieben werden.
Obwohl Grey Healthcare Group deutlich schlanker geworden ist, verstärkt die Agentur ihr Team. "Wir wachsen und suchen neue Mitarbeiter", sagt Reichl. Im ersten Quartal hat ghg neue Kunden hinzugewonnen. Namen kann Reichl nicht nennen. Nur so viel sei verraten: Die Agentur betreut einen Kunden außerhalb der klassischen Rx- und OTC-Unternehmen. Der Auftraggeber stammt aus einem Bereich, der der Healthcare-Branche anverwandt ist, und Medical Education-Wissen benötigt.
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Janika Ebmeyer 25.06.2015
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