Die Reichweite der Tageszeitungen reicht längst über die gedruckte Ausgabe hinaus. Über Print und digitale Kanäle hinweg erreichen die Zeitungsmarken in Deutschland jede Woche 51,9 Millionen Menschen. Das entspricht 74,1 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren, wie aus der TZ-Konvergenzdatei 2026 der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) mit Sitz in Frankfurt am Main hervorgeht.
Der Vergleich mit den klassischen Printangeboten macht die Bedeutung der digitalen Kanäle deutlich: Während die gedruckten Ausgaben inklusive E-Paper eine Wochenreichweite von 58,1 Prozent erzielen, liegt der kombinierte Wert um knapp 16 Prozentpunkte höher. Die Online-Angebote allein erreichen 41,7 Prozent der Bevölkerung. Auch bei der täglichen und monatlichen Nutzung zeigt sich die große Reichweite der Zeitungsmarken: Crossmedial kommen sie pro Tag auf 35,4 Millionen Nutzer (50,6 %), innerhalb eines Monats sind es 59,3 Millionen (84,6 %).
Besonders stark sind regionale Abozeitungen: Sie erreichen gedruckt und digital täglich 40,5 Prozent und wöchentlich 62,2 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. Abozeitungen insgesamt werden von 45,3 Prozent der Bevölkerung täglich und 68,7 Prozent wöchentlich gelesen. Bei den überregionalen Abozeitungen liegen die Reichweiten bei 9,1 Prozent pro Tag und 24,6 Prozent pro Woche, bei den Kaufzeitungen bei 9,9 beziehungsweise 20,1 Prozent.
Mit der Konvergenzdatei will die Agma die gemeinsame Reichweite von Print- und Digitalangeboten für die Mediaplanung und Vermarktung transparenter machen. "Für Verlage und Werbekunden ist deshalb entscheidend, die Reichweite von Print und digitalen Angeboten gemeinsam betrachten zu können – insbesondere in regionalen Märkten", sagt Alexander Potgeter, Vorstand Tageszeitungen der Agma. "Perspektivisch wollen wir die Nutzungswege noch differenzierter abbilden und zusätzliche Potenziale für Planung und Vermarktung erschließen."
Für die TZ-Konvergenzdatei 2026 wurde die MA 2026 Tageszeitungen mit der Digitalen Nutzungsstudie der Agma (DNA) aus den ersten beiden Quartalen 2026 zusammengeführt. Für die diesjährige Ausgabe wurde die Datengrundlage erweitert: Neben dem digitalen HUB-Survey fließen erstmals zusätzliche CAWI- und CATI-Fälle aus der TZ-Nutzungsstudie 2024 der ZMG in die Ermittlung der Print-Online-Überschneidungen ein.
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