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Kampagnenstarts
Deutsche Herzstiftung ruft zum EMAH-Check auf
Die Deutsche Herzstiftung, Frankfurt, hat eine Kampagne gestartet, die sich an Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) und deren Angehörige richtet und sie für die Bedeutung von regelmäßiger Nachsorge sensibilisieren soll. Die Kampagne wurde Mittel Juli 2026 unter dem Motto ‚Checkst Du? Geh erwachsen mit angeborenem Herzfehler um!‘ gelauncht und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums.
Bei EMAH handelt es sich laut der Stiftung um eine wachsende Patientengruppe, da die Behandlung von Kindern mit angeborenem Herzfehler durch medizinische Innovationen mittlerweile sehr gut ist. Über 95 Prozent der Kinder mit angeborenem Herzfehler erreichen das Erwachsenenalter. Von den mehr als 350.000 EMAH leben Schätzungen der Stiftung zufolge 200.000 ohne spezialisierte Betreuung. Das sei darauf zurückzuführen, dass die Bedeutung von Nachsorge oftmals unterschätzt werde.
Im Fokus der Maßnahmen steht ein von der Herzstiftung verfasster Patientenleitfaden mit dem Titel ‚Leben mit angeborenem Herzfehler im Erwachsenenalter‘. Auf 216 Seiten soll der Leitfaden über die Bedeutung lebenslanger Nachsorge aufklären und Fragen zu der Suche nach einem Spezialisten beantworten sowie, was Betroffene selbst tun können. Umfangreiche Informationen bietet die Stiftung auf einer Landingpage. Des Weiteren stehen der Zielgruppe als Informationsquelle auch ein Podcast, ein Ratgeber und Videos zur Verfügung. Zudem gibt es Online-Patientenseminare und EMAH-Telefonsprechstunde.
Die Grundidee hinter der Kampagne erklärt Prof. Dr. Dr. med. Harald Kaemmerer, Leiter der EMAH-Ambulanz am TUM Universitätsklinikum Deutsches Herzzentrum München: „Ein angeborener Herzfehler ist auch nach erfolgreicher Operation oder Therapie nur repariert, aber nicht geheilt. Ohne eine regelmäßige Nachsorge durch einen Spezialisten riskieren Betroffene schwerwiegende Komplikationen. Denn selbst nach einer erfolgreichen Operation oder einem Herzkathetereingriff im Kindesalter sind sogenannte anatomische oder funktionelle Rest- und Folgezustände keine Seltenheit.“
Haus- und Allgemeinärzten komme bei der Ansprache und Motivierung zur Weiterversorgung eine Schlüsselfunktion zu, betont die Herzstiftung. Sie sollten Betroffene auf die Möglichkeiten des Versorgungssystems für Menschen mit angeborenem Herzfehler hinweisen.
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Madita Bürkner 27.07.2026









































