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Kampagnenstarts
Justizministerium wirbt für Hilfe bei häuslicher Gewalt
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat am 21. Juli 2026 eine Informationskampagne zum Thema häusliche Gewalt gestartet. Unter dem Motto ‚Dein Mut findet Rückhalt‘ wirbt die Institution bundesweit mit Fokus auf dem ländlichen Raum für vorhandene Hilfsangebote. Die primäre Zielgruppe sind laut BMJV betroffene Frauen und sekundär deren Umfeld. Außerdem soll die auf mehrere Kommunikationswellen angelegte Kampagne dazu beitragen, die Sichtbarkeit des Problems in der Gesellschaft zu erhöhen. Federführend bei der Entwicklung war die Hamburger Kommunikationsagentur FischerAppelt.
Die Kampagne beinhaltet verschiedene Motive, die alltägliche Lebensräume zeigen und gleichzeitig medizinische, juristische und behördliche Anlaufstellen thematisieren. Als Kanäle setzt das Bundesministerium auf Großflächenplakate, digitale Bewegtbildformate, diskrete Informationsvermittlung an Alltagsorten wie Apotheken, Arztpraxen, Bäckereien und Gastronomie. Digitale Kanäle sind Social Media, Suchmaschinenwerbung und Online-Anzeigen. Neben Betroffenen richtet sich die Kommunikation auch an Menschen aus deren sozialen Umfeld sowie Fachkräfte.
Für ihr Anliegen hat das BMJV die Website raus-aus-gewalt.de eingerichtet. Auf dieser sind Informationen gebündelt und ein Hilfekompass unterstützt bei der Suche nach regionalen Unterstützungsangeboten. Auf der Website erfahren Betroffene unter anderem, mit welchem Ablauf, Kosten und Unterstützung sie bei behördlichen und gerichtlichen Prozessen rechnen sollten. Das BMJV hebt hervor, dass Informationsdefizite, Scham, Abhängigkeiten oder Unsicherheiten dazu führen können, dass Hilfe zu spät oder gar nicht in Anspruch genommen wird.
Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Stefanie Hubig betont: „Häusliche Gewalt geht uns alle an. Mit der bundesweiten Kampagne ‚Dein Mut findet Rückhalt‘ möchten wir Betroffenen Mut machen und ihnen zeigen, dass es Hilfe gibt. Unser Ziel ist es, bestehende Hilfsangebote sichtbarer zu machen und die Gesellschaft dafür zu sensibilisieren hinzusehen, Unterstützung anzubieten und Betroffene auf ihrem Weg in ein gewaltfreies Leben zu bestärken.“
Die Kampagne ist laut einer Mitteilung des BMJV Teil eines Maßnahmenbündels gegen häusliche Gewalt. Kürzlich seien Änderungen im Gewaltschutzgesetz verkündet worden, die am 1. Juli 2027 in Kraft treten sollen. Geplant seien außerdem Änderungen zur psychosozialen Prozessbegleitung, im Sorge- und Umgangsrecht und im Scheidungsrecht.
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Madita Bürkner 22.07.2026









































