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Mediennutzung
KI ist im medizinischen Alltag angekommen
Künstliche Intelligenz etabliert sich zunehmend im medizinischen Alltag: Rund 88 Prozent der Ärzte nutzen bereits KI-Tools in ihrem beruflichen Umfeld. Eine besonders große Rolle spielen dabei KI-Chatbots wie Chat GPT oder Google Gemini, die von 84 Prozent der Spezialisten verwendet werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Report KI-Nutzung in der Medizin der Ärzteplattform Coliquio. Für die Untersuchung wurden von August bis November 2025 insgesamt 160 Ärzte unterschiedlicher Fachbereiche online befragt. Im Zentrum steht das Nutzungsverhalten, die Einstellungen und die Informationswünsche der Ärzteschaft im Umgang mit KI-gestützten Anwendungen.
Der Report identifiziert drei Profile der KI-Nutzung im ärztlichen Alltag. Demnach ist größte Gruppe der Average User (49 %) zuzurechnen. Sie nutzt mindestens ein KI-Tool gelegentlich, integriert die Technologie jedoch noch nicht vollumfänglich in jede Routine. 31 Prozent gehören zu den Low Usern: Diese Gruppe nutzt KI-Anwendungen selten - maximal einmal im Monat oder gar nicht - und zeigt sich skeptisch gegenüber der Zeitersparnis und Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse. Weitere 19 Prozent sind Heavy User: Für diese Vorreiter ist KI ein fester Bestandteil der klinischen Arbeit. Sie nutzen mehrere Tools regelmäßig oder sogar täglich und können Quellen validieren.
Bei der Nutzung werden KI-Chatbots von der Ärzteschaft häufig spezialisierten KI-Tools vorgezogen. Sie dienen primär der Recherche zu Indikationen (59 %) sowie zu Präparaten und Wirkstoffen (57 %). Über die Hälfte der Befragten (54 %) lässt sich von Chatbots bei der Therapiefindung unterstützen. Bei Hausärzten (APIs) sind es 63 Prozent.
Trotz der hohen Nutzung sind sich Ärzte der Risiken bewusst. Laut der Studie sind bereits 72 Prozent der Heavy User auf Falschinformationen durch KI gestoßen. Dennoch stufen sie die Ergebnisse als vertrauenswürdiger ein als Low User (35 % gegenüber 14 %). Grund hierfür ist die höhere Kompetenz: 55 Prozent der Heavy User fühlen sich ausreichend geschult, KI-Ergebnisse richtig zu interpretieren, während es bei den Low Usern nur 22 Prozent sind.
Wie der Coliquio-Report weiter herausfand, hat die Ärzteschaft klare Erwartungen an die Aufklärung rund um KI . 51 Prozent wünschen sich Praxisbeispiele zum Einsatz von KI im ärztlichen Alltag, 47 Prozent würden eine Qualitätssicherung und Validierung der Informationen begrüßen. Weitere 42 Prozent finden eine Unterstützung bei der Implementierung von KI im beruflichen Alltag sinnvoll. Dabei sind Hausärzte vor allem an konkreten Praxisbeispiele interessiert (57 %), während Fachärzte gesteigerten Wert auf die Qualitätssicherung der bereitgestellten Informationen legen (48 %).
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Marcel Kodura 17.03.2026









































