Laut OVK-Report werden die Umsätze mit Online-Videowerbung in Deutschland 2026 erstmals höher ausfallen als jene mit Online-Display-Werbung - Foto: Panuwat/Adobe Stock

Deutscher Werbemarkt

Digitale Werbung erreicht 2026 neuen Umsatzrekord

Der deutsche Online-Display- und -Videowerbemarkt wird 2026 erstmals einen Umsatz von über acht Milliarden Euro erwirtschaften. Das zeigt der aktuelle Report des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) mit Sitz in Berlin.

Laut der Prognose werden 2026 die digitalen Werbeumsätze von 8,7 Prozent auf 8,19 Milliarden Euro steigen. 2025 wurden noch insgesamt 7,5 Milliarden Euro mit beiden Gattungen umgesetzt.

Angekurbelt wird das Wachstum vor allem durch Videowerbung. Laut OVK könnte Online-Video 2026 erstmals –Display als umsatzstärkstes Segment überholen. So werden im Bereich Online-Video Umsätze in Höhe von knapp 4,2 Milliarden Euro erwartet, im Bereich Display beläuft sich die Prognose auf 4,0 Milliarden Euro. Mit 51 Prozent entfällt damit erstmals der größere Umsatzanteil auf Online-Videowerbung (Online-Displaywerbung: 49 Prozent).

Die mit Abstand größten Formate im Videobereich sind Pre-Roll und Instream Video. Gleichzeitig wächst die Bedeutung mobiler Formate: Im Video-Bereich entfallen mit Mobile Shuffle Roll und Mobile Pre-Roll zwei der fünf umsatzstärksten Werbeformen auf den Small Screen, im Display-Bereich sind es vier von zehn. Dazu zählen Mobile Medium Rectangle und Mobile Native Ad, die die umsatzstärksten Display-Werbeformen darstellen.

Programmatic Advertising weiter auf dem Vormarsch

Neben Online-Video ist der programmatische Handel das zweite dominante Wachstumssegment. Für 2026 erwartet der OVK eine Verteilung von 80 Prozent Programmatic zu 20 Prozent klassischer IO-Buchung erwartet. Damit werden in diesem Jahr 6,5 Milliarden Euro über programmatische Systeme gehandelt, 2025 waren es noch knapp 5,9 Milliarden Euro.

Die Grundlage für die Gesamtmarktschätzung bildet eine Kombination der gemeldeten Digitalumsätzen der OVK-Mitglieder und einer Analyse von Daten aus Unternehmensveröffentlichungen sowie Experteninterviews. Es werden Umsätze von OVK-Mitgliedern und nicht im OVK organisierten deutschen Publishern berücksichtigt. Zusätzlich werden die deutschen Aktivitäten von relevanten, international tätigen Anbietern und Plattformen betrachtet. Die OVK-Werbestatistik umfasst alle Formen der Online-Display- und -Video-Formate in Desktop und Mobile. Analysiert werden Content-Media-, Social-Media- und Retail-Media-Angebote sowie Display-Netzwerke. Suchmaschinenwerbung (auf Seiten wie Google), Affiliate- oder Newsletter-Marketing, Werbung im App-Store sowie In-Game-Advertising sind in den Zahlen nicht enthalten.

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