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Die Juryverantwortlichen freuen sich auf den Comprix 2026: (oben, v.l.) die Jury-Präsidenten Karsten Rzepka, Mike Rogers und Christoph Bohlender sowie die Co-Präsidenten (unten, v.l.) Marek Hetmann, Heiko Pröger und Christoph Witte - Fotos: Peix, Serviceplan, Mensch, Deutscher Ärzteverlag, Spirit Link, Pink Carrots
Kreativwettbewerbe
Comprix 2026: "Am Ende zählt die kreative Wirkung"
Der Comprix gilt seit als wichtigste Bühne für herausragende Healthcare-Kommunikation im deutschsprachigen Raum. 2026 kehrt er – nach einer bewusst gesetzten Pause und einem umfassenden Rebranding – gestärkt und in vielerlei Hinsicht erneuert zurück. Eine erneuerte Ausrichtung, ein frisches Erscheinungsbild und erstmals eine eigenständige Design-Kategorie markieren den Anspruch des Wettbewerbs, kreative Exzellenz sichtbar zu machen und gleichzeitig Impulse für die Zukunft der Branche zu setzen. Anfang November 2025 ist die Einreichungsphase für die 33. Ausgabe gestartet. Das bietet die Gelegenheit zur Bestandsaufnahme mit den Jurypräsidenten.
An der Spitze der Jury Pharma Rx & Medizinprodukte steht 2026 Karsten Rzepka von Peix Health, gemeinsam mit Co-Präsident Marek Hetmann vom Deutschen Ärzteverlag. Die Jury Health OTC & Wellness wird von Mike Rogers von Serviceplan Global Health geführt, unterstützt von Co-Präsident Heiko Pröger von Spirit Link. Juryvorsitzender der neuen Kategorie Health Design ist Christoph Bohlender von der Mensch Kreativagentur, flankiert von Christoph Witte von Pink Carrots Communications.
Die Verantwortlichen des Jurypräsidiums sprechen darüber, was eine Idee preiswürdig macht, welche Chancen die Wettbewerbspause eröffnet hat, warum Design eine eigene Bühne erhält, welche Rolle KI künftig spielt und weshalb 2026 genau der richtige Zeitpunkt ist, mutige, relevante und bewegende Healthcare-Kommunikation ins Rennen zu schicken.
Healthcare Marketing: Der Comprix gilt seit Jahren als Gradmesser für kreative Exzellenz in Healthcare. Was macht für Sie eine preisverdächtige Idee aus, die länger nachhallt – vielleicht sogar verändert, wie wir über Gesundheit sprechen?
Christoph Witte: Eine preisverdächtige Idee, die nachhaltig wirkt, sollte sich aus meiner Sicht durch folgende Merkmale auszeichnen: Sie sticht in punkto Gestaltung aus der Masse heraus – Stichwort Stopping Power –, der Content bewegt, macht neugierig oder regt zum Nachdenken an, der Call-to-Action lässt keine Wahl, als ihm zu folgen. Für mich persönlich darf die Idee auch entweder 'old school' handwerklich überragend umgesetzt sein – oder KI-Einsatz vom Feinsten zeigen.
Healthcare Marketing: Inwiefern hat die Comprix-Pause 2025 Raum geschaffen, den Wettbewerb neu zu denken? Was war Ihnen bei der Weiterentwicklung besonders wichtig?
Marek Hetmann: Die Pause war für uns ein bewusst geschaffener Raum, um den Comprix strukturell und inhaltlich weiterzuentwickeln. Und das sei schon mal verraten - wir haben noch eine Menge guter Ideen im Backlog. Erstens: Wir haben eine neue Location für Köln ausgewählt. Die Award-Show bekommt einen Rahmen, der besser zu unserer Weiterentwicklung passt – moderner, atmosphärischer und näher an unserer Zielsetzung: ein Event für kreative Exzellenz, nicht nur eine Preisverleihung. Zweitens: Wir kehren zum alten Rhythmus zurück. Der Comprix findet wieder im Frühsommer statt. Dadurch rücken Award-Show und Jurysitzungen zeitlich näher zusammen. Das stärkt die Relevanz des Wettbewerbs und macht die Gewinnerarbeiten aktueller. Drittens: Wir denken das Comprix-Buch neu. Statt des klassischen Buchs veröffentlichen wir künftig zwei hochwertige Magazine: 'Best of Rx' und 'Best of OTC'. Darin betrachten wir alle Arbeiten eines Kunden oder einer Marke als zusammenhängenden Case – über Kategorien hinweg. Kurz gesagt: Die Pause 2025 hat uns ermöglicht, den Comprix noch besser und zukunftsfähiger zu machen. Wir kommen 2026 stärker zurück und bleiben in Deutschland die Benchmark für Kreativität in der Healthcare Kommunikation.
Healthcare Marketing: Design feiert in diesem Jahr seine Premiere beim Comprix mit einer eigenen Kategorie und Jury. Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?
Karsten Rzepka: Wann, wenn nicht jetzt? Wir hatten uns vorgenommen, die 'Comprix-Pause' zu nutzen, um den Wettbewerb weiterzuentwickeln. Eine gute Gelegenheit also, über die Bedeutung von Design nachzudenken. In der Vergangenheit wurden beim Comprix häufig Einreichungen mit hohem Unterhaltungswert ausgezeichnet. Zu Recht. Viele wichtige Arbeiten funktionieren aber nicht über einen Gag oder eine Kampagnenidee. Ihre Leistung ist es, Produkten oder Marken eine konzeptionell intelligente, positiv markante Gestalt zu geben – so etwa bei Packaging, Branding oder Corporate Design. Und obwohl dieser Bereich im Healthcare-Sektor immer mehr an Bedeutung gewinnt, gab es dafür beim Comprix bisher keine eigene Bühne. Mit der Etablierung der Kategorie Health Design will der Wettbewerb die Bedeutung von exzellentem Design für die Healthcare Kommunikation stärker hervorheben und würdigen.
Healthcare Marketing: Design im Healthcare-Kontext ist weit mehr als Ästhetik – es kann Zugang, Verständnis und Vertrauen schaffen. Wann wird Design für Sie selbst zur Kommunikationsleistung? Welche Erwartungen haben Sie an die ersten Einreichungen in diesem Bereich?
Christoph Bohlender: Design wird für mich zur Kommunikationsleistung, wenn es Vertrauen schafft und Nähe ermöglicht. Wenn Gestaltung nicht nur formt, sondern versteht – den Menschen, die Situation, die Emotion. Gutes Design übersetzt Komplexität in Klarheit und Distanz in Empathie. Es ist nie bloß Oberfläche, sondern bietet uns Orientierung. Von den ersten Einreichungen wünsche ich mir, dass sie durchdacht sind bis ins Detail und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Einreichungen, die zeigen, dass Sinn und Schönheit wunderbar zusammengehen. Arbeiten, die im Healthcare-Kontext beweisen, dass Design keine ästhetische Spielerei ist, sondern ein hochwirksamer Teil der Kommunikation.
Healthcare Marketing: Es fiel bereits das Stichwort KI, die bei vielen längst zum festen Bestandteil kreativer Prozesse geworden ist. Inwieweit wird im Comprix-Umfeld diskutiert, wie transparent der Einsatz von KI bei Einreichungen sein sollte oder ob am Ende allein das kreative Ergebnis zählt?
Heiko Pröger: KI ist heute aus vielen kreativen Prozessen nicht mehr wegzudenken – das gilt auch für die Gesundheitskommunikation. Der Comprix beobachtet diese Entwicklung mit Interesse und Offenheit. Im Kern zählt beim Comprix aber nach wie vor das kreative Ergebnis – die Wirkung, die Idee, die emotionale oder intellektuelle Kraft einer Arbeit. Ob eine Kampagne mithilfe von KI, klassischem Handwerk oder einer Mischung aus beidem entsteht, ist zweitrangig, solange sie originell, relevant und handwerklich exzellent umgesetzt ist. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass Fragen der Transparenz, Urheberschaft und Fairness künftig noch wichtiger werden. Der Comprix wird diese Themen aktiv begleiten – mit dem Ziel, Innovation zu fördern, aber auch den kreativen Anspruch und die Integrität des Wettbewerbs zu sichern.
Healthcare Marketing: Was wäre Ihre Botschaft für den Comprix 2026 als Signal an die Branche, aber auch an diejenigen, die überlegen, ihre Ideen ins Rennen zu schicken?
Mike Rogers: Kreativität ist der entscheidende Unterschied zwischen Information und Inspiration - gerade in der Healthcare-Kommunikation. Wenn wir es schaffen, komplexe medizinische Themen in emotionale, relevante und mutige Geschichten zu übersetzen, verändern wir nicht nur Wahrnehmung, sondern auch Verhalten. Wettbewerbe wie der nächste Comprix sind deshalb mehr als eine Chance für Trophäen – sie sind ein Signal an unsere Branche, dass kreative Exzellenz auch im Gesundheitswesen zählt. Sie motivieren Teams, Grenzen zu verschieben, Neues zu wagen und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Jetzt ist der Moment, Ideen sichtbar zu machen, die bewegen – reicht eure Arbeiten ein und zeigt, was kreative Kraft im Healthcare-Bereich bewirken kann!
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Anna Jäger 27.11.2025








































