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Awareness-Kampagnen
BIÖG startet Aids-Kampagne mit Partnern
Anlässlich des Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember 2025 haben das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Köln, die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS), Bonn, und die Deutsche Aidshilfe (DAH), Berlin, eine gemeinsame Kampagne gestartet. Sie läuft unter dem Motto 'Gemeinsam. Gerade jetzt' und soll ein Zeichen gegen das laut Veranstaltern zunehmend polarisierte gesellschaftliche Klima sein. Gemeinsam rufen die Veranstalter die Bevölkerung dazu auf, sich mit Betroffenen von HIV und Aids zu solidarisieren.
Die Kampagne ist in Zusammenarbeit mit der Agentur Kakoii, Berlin, entstanden. Mit fünf verschiedenen Claims wollen die Initiatoren dazu anregen, sich in die Lage derer zu versetzen, deren Versorgung in Gefahr ist oder die unter Diskriminierung leiden. Sie lauten beispielsweise "Stell dir vor, eine Pandemie bedroht die Welt und die Welt schaut weg" sowie "Stell dir vor, dein Kind ist krank und es gibt keine Medizin".
Die Motive sind vornehmlich für digitale Kanäle entwickelt worden und auf Social Media präsent. Auf der Website www.welt-aids-tag.de erhalten Interessierte ausführliche Informationen zu der aktuellen Lage in Bezug auf Aids und HIV. Hinzu kommen Innenraumplakate und Info-Flyer zur Unterstützung von Fachkräften und Aktionen vor Ort. Ab Ende November soll die Kampagne zudem in ausgewählten Städten auf Digital Displays zu sehen sein. Außerdem gibt es Bewegtbild-Material, das in Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur Time Prints entstanden ist. Sie sollen außer in den sozialen Medien voraussichtlich auch in Kinos gezeigt werden, wie ein Sprecher der DAH gegenüber Healthcare Marketing mitteilt. Als Give-aways gibt es außerdem gebrandete Gummibärchen in Herzform.
Weltweite Hilfen in Gefahr
Das diesjährige Engagement des jährlich global gefeierten Aktionstages nimmt auf die Kürzungen der Entwicklungshilfen aus den USA Bezug, die bisher den größten Anteil der weltweiten Hilfen ausgemacht hatten. Experten befürchten, dass dadurch die Zahl der Menschen die an Aids sterben und derer, die sich neu mit HIV infizieren, stärker steigen werden.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des BIÖG, betont: "HIV-positive Menschen haben ein Recht auf medizinische Versorgung und ein Leben ohne Stigmatisierung und Diskriminierung. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit dieser Kampagne ein. Wir dürfen außerdem nicht vergessen: Viren kennen keine Grenzen. Wenn die Zahl von HIV-Infektionen und Aids-Erkrankungen wieder zunimmt, wird sich das auch in Deutschland zeigen. Deshalb muss der globale Einsatz gegen HIV bestehen bleiben."
Stefan Miller vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe erklärt: "Dieser Welt-Aids-Tag ist etwas Besonderes: Es geht darum, eine neuerliche Katastrophe zu verhindern. Wir können nicht zulassen, dass Aids in großem Ausmaß zurückkehrt! Menschen mit HIV dürfen wir nicht alleine lassen. Über Jahrzehnte aufgebaute Versorgungsstrukturen müssen erhalten bleiben – sonst wird sich das weltweit bitter rächen. Auch Deutschland muss verstärkt dazu beitragen. Aber auch hierzulande sind Prävention, Beratung und Testangebote zunehmend gefährdet. Zugleich nehmen Diskriminierung und Stigma wieder zu. Das ist eine fatale Entwicklung. Einer Welt, in der Spaltung und Ausgrenzung zunehmen, rufen wir zu: ,Gemeinsam. Gerade jetzt.'"
Anne von Fallois, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung, fügt hinzu: "Angesichts der aktuellen Bedrohung von Leben und Gesundheit vieler Menschen stellen wir die ursprüngliche Kernbotschaft des Welt-Aids-Tages in den Vordergrund: Solidarität. Die Welt könnte Aids bis 2030 beenden - wir haben das Wissen und die Mittel dafür. Jetzt aber müssen wir wieder für das Nötigste kämpfen. Dazu tragen wir an vielen Orten ganz konkret bei. Aber am Ende trifft die Politik die Entscheidungen über Gelingen oder Scheitern der globalen Maßnahmen gegen HIV."
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Madita Bürkner 11.11.2025









































