Portalbetreiber
Stiftung Gesundheit schaltet Update der Arzt-Auskunft live
Die Stiftung Gesundheit hat die Suchplattform arzt-auskunft.de neu aufgesetzt. Das überarbeitete Portal macht nun erstmals "sämtliche Anlaufstellen für Patienten" auffindbar – von Ärzten über Therapeuten bis hin zu Kliniken und Apotheken –, wie die Hamburger Stiftung bei der Vorstellung der Relaunchs Mitte Oktober 2025 hervorgehoben hat. Neben mehr integrierten Daten in der Suchfunktion, hat die Portalbetreiberin das Angebot optisch weiterentwickelt, zum Beispiel hinsichtlich der User Experience und des mobilen Nutzungsverhaltens. Als gemeinnützige Stiftung verfolgt sie insgesamt bereits seit 1997 als Satzungszweck, die Arzt-Auskunft für die Öffentlichkeit kostenfrei, ohne Werbung und frei von gewerblichen oder politischen Interessen anzubieten. Nach eigenen Angaben nutzen heute rund 60 Millionen Menschen jährlich das Portal arzt-auskunft.de. Im Rahmen von Lizenzpartnerschaften verwenden Gesundheitsakteure wie etwa Krankenkassen die Datenbasis des Portals für ihre eigenen Arztsuchen.
Den Relaunch der Arzt-Auskunft hat Christoph Dippe, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheit, gesteuert. Die Gestaltung und Entwicklung begleitete Develop HealthTech aus München, sowohl mit Blick aufs Design als auch einen überarbeiteten Online-Zugang für Ärzte und Heilberufler zur Aktualisierung ihrer Daten. Die IT-Agentur, die sich unter anderem auf Website- und App-Entwicklung spezialisiert, ist eine Tochter des Wort-&-Bild-Verlags. Die Baierbrunner hatten in 2021 das Medienbüro Medizin übernommen, das an der redaktionellen Realisierung der Arzt-Auskunft mitwirkt. Insgesamt liegt die inhaltliche Seite des Portals in der Verantwortung von Alexandra Köhler, Redaktionsleiterin der Stiftung Gesundheit.
Vorstandsvorsitzender Dippe fasst zusammen: "Unterstützt von einer neuen Informationsarchitektur, einem smarten UX-Design und dem Fokus auf die stärker werdende mobile Nutzung bringen wir Patienten jetzt noch schneller und präziser dorthin, wo Gesundheit beginnt."
Bei der Arbeit am Portal hat das Team vor allem angestrebt, eine Navigationsinstanz zu gestalten, die Patienten stärkt und den Zugang zur passenden Versorgung erleichtert. "Unser Ziel ist es, Wartezimmer zu entlasten, die Primärarztversorgung zu stärken und Patienten aktiv zu steuern", erklärt Dippe. "So ist aus einem administrativen Patientenportal ein Instrument für Beteiligung, Gesundheitskompetenz und informierte Entscheidungen geworden." Konzeptionell habe die Fragestellung gelautet, wie sich das Portal erweitern lasse, sodass aus Patientensicht mehr Partizipation statt Abwarten gelinge – von einer Orientierung in der Primärversorgung bis hin zu einer Entscheidung.
Für die Suchmöglichkeiten auf arzt-auskunft.de hat die Stiftung Gesundheit nun mehr Daten aus ihrem Strukturverzeichnis der Versorgung hergeleitet. Dieses Strukturverzeichnis betreibt und pflegt die Stiftung nach eigenen Angaben seit rund 30 Jahren – es erfasst rund 800.000 Leistungserbringer, rund 400.000 Praxen und Betriebe, darunter Ärzte, Zahnärzte, Kliniken und andere stationäre Einrichtungen sowie auch nichtärztliche Heilberufler und Apotheken. Die gesammelten Angaben umfassen beispielsweise Spezialisierungen, Sprachkenntnisse oder Vorkehrungen der Barrierefreiheit. Insgesamt gibt es mehr als 4.800 fachliche Suchkriterien. Auf arzt-auskunft.de war bisher bereits die Suche nach Physiotherapeuten integriert, doch jetzt erlaubt die Suche laut Stiftung den 360-Grad-Blick in die Versorgungslandschaft.
Zur Weiterentwicklung der Plattform sind die Mitwirkenden nutzerzentriert vorgegangen. "Im Fokus standen mobile Nutzung, Performance und intuitive Navigation", schildert Dippe. "Evidenzbasierte Datenaufbereitung und regelmäßige Aktualisierungen sichern die Verlässlichkeit der Arzt-Auskunft."
Herausforderung der Sichtbarkeit in KI-Tools
Nicht allein die Funktionalität und der Look des Portals waren Themen während des Projekts. Die Sicherung der Sichtbarkeit im Web erwies sich als ein eigenes Lernfeld, so berichtet das Team gegenüber 'Healthcare Marketing'. Dabei ging es neben einer stabilen Auffindbarkeit in Suchmaschinen auch um die Präsenz in KI-Zusammenfassungen, auf die heutige Internetnutzer sich stützen.
"Erste Ergebnisse zeigen stabile Aufrufzahlen trotz umfassendem Relaunch – dank der erfolgreichen Überführung der SEO-Historie und des Zusammenspiels mit Suchmaschinen wie Google", resümiert Dippe. "Technisch war die größte Herausforderung, komplexe Regelwerke so zu trainieren, dass KI-Modelle verlässlich antworten. Je stärker KI-Komponenten integriert werden, desto wichtiger wird die Fähigkeit, fehlerhafte Antworten zu erkennen und zu korrigieren."
Hinzu komme noch der Aspekt der technischen Sicherheit. Der Betrieb eines offenen Gesundheitsportals erfordere Schutzmechanismen gegen Hacker- und Crawler-Angriffe.
Nachdem der Relaunch nun vollzogen ist, setzt die Stiftung Gesundheit verschiedene Kommunikationsmaßnahmen um, damit die weiterentwickelte Arzt-Auskunft an Bekanntheit gewinnt. Dazu gehört eine Sonderausgabe des eigenen Newsletters 'Stiftungsbrief', neben Pressearbeit und Social-Media-Postings auf eigenen LinkedIn-Kanälen. Der Vorstandsvorsitzende Dippe hat die neue Arzt-Auskunft auf Gesundheitsevents wie dem Big Bang KI Festival in Berlin und dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg im September 2025 vorgestellt – weitere Auftritte sind geplant. Öffentliche Umfragen für Feedback und Wünsche zur Weiterentwicklung des Portals sowie auch gezielte Umfragen unter den Health-Care-Professionals runden das kommunikative Engagement ab.
Foto: Christoph Dippe

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Gesundheit, Christoph Dippe, hat den Prozess zum Relaunch der Arzt-Auskunft gelenkt - Foto: Stiftung Gesundheit
Ähnliche Beiträge:
Oktober 2025: Gesundheitskompetenz steigt eher digital als navigationell
Oktober 2025: Bertelsmann Stiftung startet Initiative Info Cure
August 2025: Stiftung Gesundheit gestaltet Website neu
Natascha Przegendza 20.10.2025








































