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Plattformen
Bertelsmann Stiftung startet Initiative Info Cure
Die Bertelsmann Stiftung hat zusammen mit der Gesundheit Österreich GmbH sowie der Schweizer Careum Stiftung die gemeinnützige Initiative Info Cure ins Leben gerufen. Ziel sei es, die Qualität digitaler Gesundheitsinformationen zu sichern und die Verbreitung von Fehlinformationen einzudämmen, teilen die Partner mit.
Das Bündnis will ein internationales Zertifizierungssystem schaffen, das Anbieter von Gesundheitsinformationen anhand wissenschaftlicher Indikatoren objektiv überprüft. Das Zertifikat soll digitalen Anwendungen helfen, vertrauenswürdige Gesundheitsinhalte zu erkennen. Die Entwicklung der Indikatoren übernimmt die Nature Medicine Commission Quality Health Information for All. Das Gremium besteht aus 24 internationalen Expert:innen, darunter Daniela Schwarzer, Vorständin der Bertelsmann Stiftung.
Sie sagt: "Falsche oder irreführende Informationen zu Gesundheitsfragen können große Schäden anrichten – sowohl auf individueller als auch gesamtgesellschaftlicher Ebene. Deshalb ist es wichtiger denn je, vertrauenswürdige Quellen für Gesundheitsinformationen im Internet zu schaffen, weiterzuentwickeln und transparent zu kennzeichnen."
Deutsche wünschen sich vertrauenswürdige Gesundheitsinhalte im Internet
Dass ein großes Bedürfnis nach qualitativ guten und verlässlichen Gesundheitsinformationen vorhanden ist, zeigt eine Befragung der Bertelsmann Stiftung. Demnach halten 93 Prozent eine Qualitätssicherung bei gesundheitlichen und medizinischen Inhalten im Netz für wichtig.
Generell hat die Suche nach Gesundheitsinformationen im Netz in den vergangenen Jahren zugenommen. In der Analyse der Bertelsmann Stiftung geben 87 Prozent der Befragten an, dass sie online nach Informationen zu gesundheitlichen Themen suchen. Die beliebtesten Quellen sind dabei Suchmaschinen: 87 Prozent derjenigen, denen Suchmaschinen bekannt sind, nutzen sie häufig oder gelegentlich zur Informationssuche über Gesundheitsthemen. Ebenfalls eine hohe Nutzung weisen Gesundheitsportale auf: 54 Prozent derjenigen, die sie kennen, verwenden sie häufig oder gelegentlich. Bei KI-Chatbots sind es 40 Prozent, bei Messenger-Diensten 36 Prozent und bei Social-Media-Plattformen 29 Prozent.
Obwohl sich die Befragten häufig im Netz zum Themenbereich informieren, zweifeln viele jedoch die Vertrauenswürdigkeit von digitalen Angeboten bei der Beantwortung von gesundheitlichen Fragen an. So geben 59 Prozent an, dass sie sich bei der Suche nach Gesundheitsinhalten auf Social Media häufig oder gelegentlich falsch informiert gefühlt haben. Bei denjenigen, die Suchmaschinen dafür benutzen, sind es 47 Prozent, bei KI-Chatbots 41 Prozent. Hingegen fühlten sich nur 26 Prozent derjenigen, die bei Gesundheitsportalen nach Informationen gesucht haben, häufig oder gelegentlich falsch informiert, so die Studienautoren.
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Marcel Kodura 14.10.2025









































