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Laut dem IDH gaben 93 Prozent der Entscheidungsträger:innen im Handel an, dass digitale Medien in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben - Foto: Robert Mizerek/Adobe Stock

Handelskommunikation

Digitalbudgets steigen 2025 um rund 20 Prozent

Digitales Marketing gewinnt für Unternehmen verschiedener Branche weiter an Bedeutung. Freiwerdende Budgets werden breit über alle digitalen Kanäle eingesetzt. Das geht aus dem Industry Report der Initiative Digitale Handelskommunikation (IDH) mit Büros in München und Berlin hervor. Für den Report wurden rund 50 Marketingverantwortliche aus Handelsbranchen wie dem Lebensmitteleinzelhandel, Bau- und Gartenmärkte, Mode- und Drogeriemärkten zu Trends, Herausforderungen und Budgetentwicklung befragt.

Demnach geben 93 Prozent der Befragten an, digitale Medien haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen (2024: 98 %). Rund die Hälfte (55 %) sagt dies von (Digital-) Out-of-Home (2024: 50 %). Ebenfalls in den Fokus der Mediapläne gerückt ist TV und Addressable-TV: Hier sind 41 Prozent dieser Meinung. Im Durchschnitt gehen die Befragten in 2025 von einer Steigerung der Digitalbudgets um 22 Prozent aus.

Die höchste Stabilität unter allen in der Studie untersuchten Gattungen verzeichnet Radio und Digital-Audio: 70 Prozent sehen hier eine gleich gebliebene Bedeutung. Demgegenüber haben mit Printanzeigen mit 80 Prozent und Printprospekte mit 64 Prozent am stärksten an Relevanz für Werbeschaltungen verloren.

Mit Blick auf die Werbewirkung schneiden in der Studie Prospektportale ab. 86 Prozent bewerten die Wirkung dieser Plattformen als "sehr gut oder "gut". Dahinter folgen Printprospekte mit 84 Prozent, Social-Media-Plattformen (82 %) und Radio und Digital-Audio (68 %). Weitere Kanäle, denen eine "sehr gute" oder "gute" Werbewirkung zugeschrieben werden, sind Digital-Out-of-Home (60 %) und Adressable-TV (57 %). Printanzeigen kommen laut den Studienautoren auf einen Wert von 43 Prozent.

Digitale Kanäle, die Marketeers in Zukunft stärker einsetzen wollen, sind vor allem Facebook und Instram mit zusammen 73 Prozent Zustimmung. Dahinter ordnen sich TikTok mit 64 Prozent sowie Online- und Mobile-Display-Advertising mit 61 Prozent ein. Ebenfalls weit oben in der Gunst bei Marketing-Entscheider sind Unternehmens-Apps (57 %) und Video-Advertising (55 %).

Bei der Frage, wo freigewordenes Mediabudget eingesetzt wird, liegen digitale Prospekt- und Angebotsportale vorn. Nach Angaben des IDH sagen 45 Prozent, dass sie in Portale wie Bonial, Marktguru & Co. investieren. 41 Prozent wollen die Mittel für Social-Media-Werbung und Influencer ausgeben. Für 31 Prozent ist Online- und Mobile-Display-Advertising am attraktivsten. Die Top 5 der Kanäle, die verstärkt Mediabudget erhalten, komplettieren Radio und Digital-Audio sowie Digital-Out-of-Home mit jeweils 24 Prozent der Nennungen und Addressable-TV mit 21 Prozent.

"In Zeiten verhaltener Konsumstimmung rücken Effizienz und Kostenkontrolle für Marketingverantwortliche massiv in den Fokus", erklärt Christoph Eck-Schmidt, CEO von Bonial und Mitinitiator der IDH. "Werbung muss heute mehr denn je wirken – mit Reichweite, Zielgruppengenauigkeit, regionaler Aussteuerung, permanenter Transparenz über das eingesetzte Budget und klar messbarem Erfolg." Digitale Kanäle erfüllten all diese Anforderungen mit Abstand am besten, so der Manager weiter.

Initiatoren der 2021 gegründeten IDH sind das zu Axel Springer gehörende Bonial International mit Sitz in Berlin, das zur Seven.One Entertainment Group gehörende Marktguru Deutschland mit Sitz in München sowie das zur Media Central Group gehörende Unternehmen Shopfully (ehemals Offerista Group) mit dem Standort Berlin.

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