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Die Stadt Frankfurt will mit einer Kampagne den Konsum von Lachgas vor allem bei jungen Menschen reduzieren. Verantwortlich für die kommunikative Offensive sind (v.l.) Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, und Benjamin Scheffler, Geschäftsführer FES - Foto: Stabsstelle Sauberes Frankfurt
Aufklärungskampagnen
Stadt Frankfurt trommelt gegen Lachgas-Konsum
Dem steigenden Konsum von Lachgas setzt die Stadt Frankfurt am Main seit dem 19. August 2025 eine Kampagne entgegen, die unter dem Namen 'Merkste was?' über die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Risiken aufklären soll. Das Gas werde laut Angaben der Stadt immer häufiger öffentlich konsumiert, wobei viele Jugendliche und junge Erwachsene die Risiken nicht kennen. Nach dem Verbot der Abgabe an Minderjährige sowie dem Verbot, Lachgas auf öffentlichen Plätzen, in kinder- und jugendnahen Bereichen sowie in Fußgängerzonen und Grünanlagen zu konsumieren oder abzugeben, startet die Stadt nun eine Plakatserie, die auf eine interaktive Website verweist. Im Stil eines Computerspiels soll diese junge Menschen zum Nachdenken über Lachgaskonsum anregen.
In der Plakatserie stehen Szenen des eigens entwickelten Spielformats 'Frankforce' im Mittelpunkt, das optisch an populäre Games angelehnt ist. Die Heldinnen und Helden der Geschichte stellen sich in dem interaktiven Format der Lachgas-Bedrohung, die harmlos erscheint, aber ernsthafte Folgen hat. Weiter Maßnahmen umfassen Infomaterialien, Workshops, Online-Angebote und Social-Media-Beiträge. Die ausführende Agentur ist Site-works aus Frankfurt, die auch die städtische Sauberkeitskampagne #cleanffm betreut, in dessen Rahmen 'Merkste was?' läuft.
Verantwortlich für die kommunikative Offensive ist das Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen gemeinsam mit dem Sozial- und Gesundheitsdezernat und dem städtischen Entsorgungsunternehmen FES. Neben den Risiken für die Konsumenten klärt die Kampagne auch über die Gefahren für die Umwelt, Sicherheit und Sauberkeit auf, da die Kartuschen getrennt entsorgt werden müssen, da sie ein besonders schädliches Treibhausgas enthalten sowie leicht entflammbar sind. Die Frankfurter Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez setzt sich daher gemeinsam mit FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler für eine bundesweite Pfandpflicht für Gaskartuschen ab 200 Milliliter ein.
Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, kommentiert: "Lachgas ist kein harmloser Spaß, sondern eine Gefahr – für die Gesundheit und für unser Miteinander. Als Stadt wollen wir nicht wegsehen, sondern klar benennen, wo Risiken liegen, und gemeinsam Wege finden, wie wir junge Menschen schützen können. Diese Kampagne setzt auf Information, Aufklärung und Dialog, umgesetzt auf besondere Weise: kreativ, nah an der Lebenswelt der Jugendlichen und mit klarem Frankfurt-Bezug. Denn nur wer Bescheid weiß, kann verantwortungsvoll handeln."
Die Laufzeit der Kampagne ist nicht begrenzt. Gegenüber Healthcare Marketing kommentiert eine Sprecherin der Stadt: "Sie wird solange weitergeführt, bis eine prägnante Veränderung in allen Bereichen - Konsum, Littering, Verkauf, Folgen - feststellbar ist."
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Madita Bürkner 26.08.2025














