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Laut der LA-Med-API-Studie 2025 informieren sich Ärzte in Deutschland am häufigsten über Fachzeitschriften - Foto: Cozine/Adobe Stock

LA-Med-API 2025

Fachzeitschriften bleiben wichtigste Infoquelle

Die Arbeitsgemeinschaft LA-Med Kommunikationsforschung im Gesundheitswesen e.V. hat ihre API-Studie 2025 veröffentlicht. Erstmals wurden nicht nur niedergelassene Allgemeinmediziner, Praktiker und Internisten (API), sondern auch die in den Praxen und MVZ angestellten Ärzte zu ihrer Mediennutzung befragt. Insgesamt hat die Untersuchung rund 1.300 Personen befragt. Durch die veränderte Grundgesamtheit ist die Vergleichbarkeit zu den Vorgängerstudien nicht mehr eins zu eins möglich.

Demnach führen bei den generell genutzten Informationsquellen die Fachzeitschriften vor den Kollegengesprächen und Tagungen/Kongressen. Die Top-Five komplettieren die Fach-Websites und Fachbücher.

Geht es im Praxisalltag um relevante Informationen über neue Therapieoptionen, liegen Kongresse mit 61,2 Prozent der Nennungen vorn, gefolgt von und Kollegengesprächen (56,4 %) und den deutschsprachigen Fachzeitschriften (48,2 %). Weitere stark genutzte Medienkanäle sind Suchmaschinen wie Google oder Bing (32,9 %) und die Fachbücher (30%). Auffällig ist, dass die angestellten Hausärzte den Touchpoints durchgängig eine höhere Relevanz bescheinigen als die niedergelassenen Ärzte. Weitere Informationsquellen mit hohen Relevanzwerten sind Pharmareferenten (18 %), Websites von deutschsprachigen Fachzeitschriften (15 %) und Newsletter (14 %).

Für ihre Fortbildung nutzen Hausärzte ebenfalls vor allen Fachzeitschriften (86,6 %). Auf den weiteren Plätzen landen gesponserte externe Fortbildungen (76 %), , Kongresse und Tagungen (71,9 %) und Webinare (71,2 %).

Die Hausärzte würden eine sehr aktive Mediennutzung zeigen, die immer mehrere Kanäle kombiniert, teilen die LA-Med mit. "Sowohl bei Fortbildung, als auch bei allgemeiner Information sowie bei der Einordnung von Angeboten nach Relevanz für den Praxis-Alltag steht jeweils der Dreiklang aus Fachzeitschriften, Fortbildungen und Kongressen sowie der Austausch mit Kollegen im Vordergrund", heißt es weiter.

Ebenfalls Teil der Studie war die generelle Nutzung von Social-Media- und Messenger-Angeboten. Insgesamt überwiegt sowohl bei den Publikums- wie auch bei den Fachangeboten die Aktivität "Lesen/Anschauen". Eigene Beiträge werden – bis auf die Messenger – eher selten verfasst. Auf häufigsten nutzen Hausärzte Online-/Social-Media-Angebote auf YouTube (66,8 %), WhatsApp (63 %) und der DocCheck-Community (42,4 %).

Darüber hinaus wurde die Aktivierungsleistung von Fachzeitschriften untersucht. So regt die Lektüre der Fachzeitschrift die Hausärzte an, weitere Medien oder Informationsquellen zu nutzen. Auch der Besuch von Kongressen, neue Angebote oder Therapie-Lösungen für Patienten oder eine gezieltere Auseinandersetzung mit den Informationsangeboten der pharmazeutischen Industrie werden durch die Lektüre der Fachpresse initiiert.

Bei den reichweitenstärksten Fachtiteln in der Zielgruppe Gesamt liegt das Deutsche Ärzteblatt mit 58 Prozent an der Spitze. Dahinter platzieren sich Arzt & Wirtschaft (36,1 %) und CME (32 %). Unter den Top 5 befinden sich zudem Hausärztliche Praxis (31,9 %) und Der niedergelassene Arzt (31,4 %). Weitere reichweitenstarke Zeitschriften sind MMW – Fortschritte der Medizin (28,5 %), Der Allgemeinarzt (28 %), Medical Tribune (25,5 %), Praxis-Depesche (25,3 %), die Ärzte Zeitung (23,2 %) und Die Innere Medizin (20,3 %).

"Insgesamt zeigen angestellte Hausärzte ein sehr ähnliches Mediennutzungsverhalten wie die Praxis-Chefs. Sie lesen allerdings etwas weniger Titel und haben eine größere Tendenz zu digitalen Angeboten", fasst Sören Winzer, Geschäftsführer des durchführenden Marktforschungsinstituts IFAK, die Ergebnisse zusammen.

Mehr zu den Ergebnissen der LA-Med-Api-Studie 2025 lesen Sie in der kommenden Ausgabe von Healthcare Marketing (Nr.9/2025). Hier geht es zur Bestellung.

 

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