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Aktionstage
Medienhäuser informieren über seltene Erkrankungen
Anlässlich des Tages der seltenen Erkrankungen am heutigen Freitag (28. Februar 2025) haben verschiedene Medienhäuser Aktionen gestartet, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Healthcare Marketing gibt einen Überblick über Kampagnen und Content-Angebote im TV, auf Out-of-Home-Screens und in Zeitschriften.
TV-Wartezimmer zeigt Kampagne 'ColourUp4Rare'
TV-Wartezimmer, ein Digital-Out-of-Home-Anbieter in Arztpraxen mit Sitz in Freising, zeigt vom 25. Februar bis zum 9. März 2025 in seinen Partnerpraxen einen Spot der Kampagne 'ColourUp4Rare'. Die Werbemaßnahmen, die von einer Gruppe von Gesundheitsunternehmen ins Leben gerufen wurden, laden zur Zebra-Challenge ein, einer Mitmach-Aktion, die auf der Kampagnen-Website spielerisch Wissen zum Thema vermittelt.
Im Mittelpunkt dabei stehen Zebras, da sie im Vergleich zu Pferden und Ponys seltene Huftiere sind und somit als Symbol für seltene Erkrankungen stehen. Die Kampagne will damit verschiedene Organisationen unterstützen, die sich um die Bedürfnisse von Menschen mit solchen seltenen Erkrankungen kümmern. TV-Wartezimmer unterstützt die Kampagne zum ersten Mal. Um seltene Erkrankungen sichtbar zu machen, sieht TV-Wartezimmer-Geschäftsführer Christian-Georg Siebke sein Haus als "das richtige Medium" an. Jeden Monat würden über Screens des Unternehmens mehr als acht Millionen Zuschauende erreicht.
"Eine Erkrankung ist selten, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind", erklärt Friederike Albrecht, Head of Content Production bei TV-Wartezimmer. Allein hierzulande seien vier Millionen Menschen betroffen. Sie litten unter mindestens einer der 7000 Erkrankungen, die als selten gelten, teilt der Anbieter mit.
ARD feiert 15 Jahre Abenteuer Diagnose
Der Tag der seltenen Erkrankungen markiert zugleich auch ein Jubiläum der NDR-Sendung Abenteuer Diagnose. Seit 15 Jahren erzählt die TV-Reihe "bewegende Medizin-Krimis aus dem echten Leben", wie es in einer Mitteilung heißt. Mehr als 300 TV-Folgen wurden seit dem Sendestart Anfang 2010 umgesetzt.
Behandelt werden dabei Geschichten von Menschen, deren Alltag durch mysteriöse Krankheitssymptome aus den Fugen gerät. Beispiele sind etwa die Schülerin, auf deren Haut plötzlich blaue Blitze erscheinen, die Frau, deren Knochen brechen wie Streichhölzer oder der Landwirt, der mit einer unerklärlichen Gehirnentzündung ins Koma fällt. Gemeinsam mit Ärzten begibt sich die Sendung auf die Suche nach der Ursache – mit Diagnosen, die oft auch für erfahrene Spezialisten ungewöhnlich sind.
Friederike Krumme, Redaktionsleiterin von Gesundheitssendungen wie Abenteuer Diagnose und auch Co-Leiterin des Kompetenzcenters ARD Gesund, erinnert sich an die Planungen und den Start der Reihe zurück: "Als wir vor 15 Jahren auf die Idee für dieses Format gekommen sind, waren wir alle in der Redaktion große Fans der Serie Dr. House. Wir waren gespannt, ob es solche Fälle auch im echten Leben gibt. Und bis heute zeigen die Filme: Die Wirklichkeit ist mindestens so spannend und emotional wie die Fiktion!" In der Jubiläumsfolge vom 25. Februar 2025, die in der ARD-Mediathek abrufbar ist, geht es um eine junge Frau, die auf einmal immer schwerer Luft bekommt und das Gefühl hat, zu ertrinken. Ergänzt wird die Fernsehsendung unter anderem durch vertiefende Artikel zu einzelnen Erkrankungen auf der Sendungs-Website und einem gleichnamigen Podcast, der 20-Mal im Jahr erscheint.
Apotheken Umschau macht Titelstory zum Thema
Wie der Weg zur Diagnose etwas leichter werden könnte, beschreibt die Apothekenkundenzeitschrift Apotheken Umschau aus dem Wort & Bild Verlag in der Titelstory der Ausgabe vom 15. Februar 2025 (Ausgabe 2B/2025). Darin berichtet das Magazin unter anderem über Namse, dem Nationalen Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen. Das Bündnis wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, Zentren in Uniklinik einzurichten, 36 gibt es bereits. Sie sind erste Anlaufstellen für Menschen, bei denen ein Verdacht auf eine seltene Erkrankung besteht und helfen auch bei bestehenden Diagnose weiter.
Daneben beschäftigt sich der Titel auch mit häufig auftretenden Fehldiagnosen bei diesem Thema. Um vom Fachwissen der Zentren zu profitieren, müsse ein Hausärztin oder Facharzt an die Möglichkeit einer seltenen Erkrankung denken und eine Überweisung ausstellen, so das Magazin. Etwa 40 Prozent der Menschen mit einer seltenen Erkrankung erhielten mindestens eine Fehldiagnose. Ebenfalls beleuchtet werden in der Ausgabe Anlaufstellen und Interessenvertretung für Menschen mit seltenen Erkrankungen wie die Achse e. V.
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Marcel Kodura 28.02.2025









































