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Vaunet-Analyse
Medienutzung liegt 2024 weiterhin auf hohem Niveau
Die Mediennutzung in Deutschland bleibt hoch: Im Jahr 2024 haben Bundesbürger täglich zehn Stunden und 53 Minuten verschiedene Kanäle genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Mediennutzungsanalyse Privatsenderverbands Vaunet mit Sitz in Berlin. Demnach machen Audio- und audiovisuelle Inhalte mit neun Stunden und 38 Minuten fast 90 Prozent der gesamten Mediennutzung aus. Gegenüber dem Vorjahr ging die gesamte Mediennutzung leicht um acht Minuten (2023: 9 Std. und 46 Min.) zurück.
Allerdings hat die Audio- und audiovisuelle Mediennutzung in den vergangenen zehn Jahren eine dynamische Entwicklung erlebt. Mit einem Plus von 14 Prozent stieg die Audio- und Bewegtbildnutzung seit 2015 um mehr als eine Stunde. Wachstum wird weiterhin in den Segmenten Online-Video, Musikstreaming aber insbesondere auch bei Podcasts erzielt. Den Löwenanteil der Audio- und audiovisuellen Mediennutzung machte im Jahr 2024 weiterhin die lineare Radio- und Fernsehnutzung aus, die rund 64 Prozent betrug.
Nach Angaben von Vaunet lag die tägliche Audionutzung 2024 bei vier Stunden und 13 Minuten, auf Radio entfielen davon drei Stunden und drei Minuten. Die tägliche Bewegtbildnutzung betrug fünf Stunden und 25 Minuten. Dabei war das Fernsehen mit drei Stunden und acht Minuten die stärkste Säule. Online-Audio- und -Video-Konsum werden eine Stunde und 37 Minuten pro Tag genutzt.
Die Nutzung von Radio und TV unterscheidet sich über den Tag hinweg stark voneinander. Laut Vaunet erreicht das Radio in den Morgenstunden und über den Vormittag hinweg im Zeitraum zwischen sechs und zwölf Uhr Spitzenwerte bis zu einer durchschnittlichen Reichweite von 34 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren.
Demgegenüber liegt die TV-Nutzung bis zum Mittag bei unter zehn Prozent der Bevölkerung. Ab dem Nachmittag nimmt die TV-Reichweite stetig zu und steigert sich innerhalb der Abendstunden sehr stark. Am Abend zwischen 20 und 24 Uhr kommt das Fernsehen auf eine Reichweite von 63 Prozent und ist damit das meistgenutzte Medium.
"Besonders stark bleibt die Nutzung klassischer Medien: Radio und Fernsehen vereinen mit 57 Prozent weiterhin den größten Anteil der Mediennutzung auf sich", ordnet Johannes Leibiger, Leiter Medienwirtschaft & Forschung des Vaunet, die Ergebnisse ein. "Gleichzeitig wächst die Nutzung von Audio- und Video-Inhalten im Internet und macht inzwischen ein Viertel der gesamten Medienzeit aus."
Für Frank Giersberg, Geschäftsführer des Vaunet zeigt die intensive Nutzung "die große wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz von privaten Audio- und audiovisuellen Medien". In diesem Zusammenhang richtet er Forderungen an die Politik: "Mit ihren journalistischen Qualitätsinhalten wirken sie den Gefahren von Desinformation im demokratischen Meinungsbildungsprozess verlässlich entgegen. Das ist gerade angesichts der Entwicklungen im internationalen Tech-Plattform-Bereich wichtiger denn je. Damit sie diese Rolle weiter ausfüllen können, brauchen sie einen fairen Wettbewerbsrahmen und müssen ihre Refinanzierungsgrundlagen erhalten und weiterentwickelt werden."
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Marcel Kodura 14.02.2025









































