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Apothekenmedien
Fachzeitschriften führen vor Websites und Newsletter
Die Digitalisierung prägt auch den Medienkonsum in der Offizin, allerdings steht weiterhin ein klassischer Kanal ganz oben im Ranking der meistgenutzten Medien. Das geht aus der Fachstudie Apo Momentum hervor, die die Agentur Pilot Mainz zum dritten Mal mit dem Deutschen Apotheker Verlag aus Stuttgart umgesetzt hat. Dafür wurden im Zeitraum zwischen dem 24. Juli und dem 12. August 2024 auf der Plattform Deutsches-Apotheken-Portal (DAP) insgesamt 1.093 Apotheker und 1.104 pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) befragt.
Demnach werden von beiden Zielgruppen gedruckte Fachzeitschriften (Apotheker: 91 %, PTA: 92 %) nahezu gleichermaßen genutzt. Wichtigster digitaler Kanal sind Websites, die von 94 Prozent der Apotheker und 93 Prozent der PTA genutzt werden, gefolgt von Newslettern (Apotheker: 81 %, PTA: 80 %). Große Unterschiede zeigen sich hingegen bei Social-Media-Plattformen. PTA verwenden diesen Kanal signifikant häufiger, was auf ihre größere Offenheit gegenüber diesem Kanal hinweist.
Ebenfalls untersucht wurden die Aufmerksamkeitsgrade der Nutzer in verschiedenen Tagesphasen. So spielen früh am Werktag und in mobilen Medienmomenten für fachliche Informationen vor allem Social-Media und Newsletter eine größere Rolle als Webseiten und gedruckte Fachzeitschriften. Kurze Arbeits- und Mittagspausen bieten dafür die Gelegenheit, sich fachlich einen schnellen Überblick zu verschaffen – dafür werden gedruckte Fachzeitschriften insgesamt am häufigsten genutzt.
Höchste Werbewahrnehmung in Printangeboten
Bei der Wahrnehmung der Werbung in den einzelnen Kanälen steht laut der Studienautoren vor allem der Grad der Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten. Je stärker das Involvement mit den fachlichen Inhalten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer bewussten Wahrnehmung der werblichen Maßnahmen. Insgesamt wird Werbung am häufigsten in gedruckten Fachzeitschriften bewusst wahrgenommen. An zweiter Stelle folgt Social-Media, was vor allem auf die höhere Werberezeption bei PTA zurückzuführen ist. PTA sind insgesamt deutlich empfänglicher für Werbung als Apotheker.
Ein weiterer Teil der Untersuchung beschäftigte sich mit dem elektronischen Rezept. Die Wahrnehmungen rund um das E-Rezept hat sich demnach seit 2023 sehr positiv entwickelt – vor allem hinsichtlich der Fälschungssicherheit. Vor Einführung des E-Rezepts 2023 lag die Zustimmung zur Aussage, dass durch die neue digitale Rezeptform Fälschungen ein geringeres Problem werden würden, bei 67 Prozent. Nach der Einführung liegt dieser Wert bei 85 Prozent. Gleichzeitig traten weitere Befürchtungen nicht ein. Laut der Apomomentum-Studie werden die Risiken eines verstärkten Wettbewerbsdrucks durch den Versandhandel sowie eines anonymeren Kundenkontakts deutlich seltener gesehen als noch im 2023.
Marcel Kodura 29.01.2025









































