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B4P T.O.M. PHARMA
Patienten halten sich beim OTC-Kauf zurück
Die getrübte Konsumlaune in Deutschland wirkte sich 2024 auch auf den Over-the-Counter-OTC -Markt aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie B4P T.O.M. Pharma der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK), München, und der YouGov CP Health (ehemals GfK Consumer Panel Service), Nürnberg.
Demnach kauften Verbraucher im vergangenen Jahr insgesamt 979 Millionen Packungen von OTC in Deutschland. Das entspricht einem leichten Minus von 1,3 Prozent (Moving Annual Total 10/2024). Als Grund führen die Studienautoren den steigenden Inflationsdruck an. Daneben werden Arzneimittel vermehrt auf Online-Plattformen und weniger in stationären Apotheken gekauft, was die Anzahl der Mitnahmekäufe reduziert.
Größte Einzelkategorie im OTC-Bereich nach Käuferschaft bleiben Kopfschmerz-und Schmerzmittel, auch wenn der Umsatz hier leicht rückläufig ist. 29,2 Prozent kauften 2024 diese Produkte, 2022 waren es noch 31,3 Prozent. Dahinter folgen Produkte für das untere Respirationssystem (24,8 %), Apothekenkosmetik (23,3 %) und Hilfsmittel gegen Schnupfen (20,9 %), die alle im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg verzeichnen.
Blickt man auf den Vertrieb über Apotheken und weitere Händler im Massenmarkt wie Drogerien zeigt sich ein anderes Bild. Hier belegen Nahrungsergänzungsmittel mit einem Käuferanteil von 23 Prozent auf dem ersten Rang. Auf den weiteren Plätzen landen topische (also lokal zur Anwendung kommende) Schmerzmittel (22,4 %), Produkte gegen akuten Bewegungsschmerz (21,5 %) und Halsschmerz (21,2 %).
Daneben bietet T.O.M. Pharma eine Datenbasis für die Mediaplanung, unter anderem durch die Segmentierung der Käufergruppen in Marken-, Empfehlungs-, Preis- und Wechselkäufer. Hier bleibt der Anteil preissensibler Käufer im Vergleich zum Vorjahr mit acht Prozent gleich. Markenaffine Käufer sowie jene, die auf Empfehlungen vertrauen, wachsen leicht.
Im Jahr 2023 haben 16 Prozent OTC-Produkte aufgrund einer bestimmten Marke gekauft, 2024 waren es bereits 21 Prozent. Fast ein Drittel der Befragten (29 %) kauften 2024 ein Gesundheitsprodukt, weil es ihnen empfohlen wurde, das ist ein Plus von vier Prozent gegenüber 2023. Die dominierende Käufergruppe sind weiterhin die Wechselkäufer, die sich nicht auf Marken und Produkte festlegt. Sie musste 2024 allerdings Verluste hinnehmen und kommt nun auf einen Anteil von 42 Prozent. In den vergangenen Jahren waren es noch knapp die Hälfte der Befragten.
Gemeinsam mit YouGov CP Health (ehemals Consumer Panel Services der GfK) veröffentlicht die GIK seit 2016 jedes Jahr die T.O.M. Pharma, einen Satelliten der Best For Planning (B4P). Das "T.O.M." steht für "Target Group Optimized for Media". Die Pharma-Studie kombiniert Käuferdaten der YouGov CP Health mit den aktuellen Zielgruppen- und Mediainformationen von B4P. Sie stellt aktuelle Entwicklungen im OTC-Markt vor und gibt Auskunft über das Käuferverhalten in 25 Indikationsbereichen. Dadurch will die Studie eine Konsumentenorientierte, crossmediale Mediaplanung ermöglichen.
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Marcel Kodura 15.01.2025









































