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Marketing-Aktivitäten
Vertrauenswürdige Marken erhöhen KI-Akzeptanz
Künstliche Intelligenz (KI) hält Einzug in immer mehr Bereichen des Arbeitsalltags. Auch im Marketing wird die Technologie zunehmend eingesetzt. Auf den Weg hin zu mehr Akzeptanz bei den Nutzern können vertrauenswürdige Marken einen Beitrag leisten. Zu diesem Ergebnis kommt die 13. Ausgabe der Studienreihe Digital Dialog Insights (DDI), die jährlich von der Hochschule der Medien, Stuttgart, in Zusammenarbeit mit United Internet Media (UIM), Karlsruhe herausgegeben wird. Für die Untersuchung, die in diesem Jahr den Fokus auf Vertrauen beim Einsatz von KI in Medien und Marketing setzt, wurden 120 Marketing-Experten in Deutschland aus den Bereichen Produktion, Handel und Dienstleistung befragt.
Demnach sind knapp 90 Prozent der Experten der Meinung, dass vertrauenswürdige Marken eine entscheidende Rolle spielen, die Akzeptanz von KI-gestützten Werbebotschaften zu stärken. Weitere 82 Prozent stimmen der Aussage zu, dass klare Absenderkennzeichnungen unerlässlich sind, um das Vertrauen in KI-gestützte Marketing-Kommunikation zu gewährleisten. Neben der Absendertransparenz tragen für drei Viertel der Befragten (74 %) auch Zertifizierungen und Prüfungen dazu bei. Allerdings zeigt sich in der Praxis ein anderes Bild: Laut der Studienteilnehmenden setzen weniger als die Hälfte (48 %) der Unternehmen ihrer Branche Authentifizierung in der E-Mail-Kommunikation ein. Bei der Website-Kommunikation sind es nur 44 Prozent.
"Im KI-Zeitalter wird Vertrauen zum wichtigen Differenzierungsfaktor. Die Studie offenbart jedoch starke Transparenzdefizite in der Kommunikation", sagt Rasmus Giese, CEO von United Internet Media. "Unternehmen sind gefordert, den richtigen Umgang mit User-Daten und Transparenz sicherzustellen, um das notwendige Vertrauen in KI aufzubauen."
KI macht Personalisierung von Inhalten möglich
Bei der Frage nach dem positiven Beitrag von KI sind sich die Experten einig. KI ermöglicht ihrer Meinung nach die Ausspielung von personalisierten und relevanten Inhalten in der Kommunikation.
Nach Angaben der Studie glauben 76 Prozent, dass KI-basierte Inhalte auf die Bedürfnisse der Verbrauchern zugeschnitten sind. Dies verbessere für mehr als die Hälfte der Befragten die Interaktion zwischen Unternehmen und Kundenseite, vorausgesetzt es herrsche Transparenz über den KI-Einsatz, so die Untersuchung. Ohne diese Forderung führe dies für mehr als die Hälfte (56 %) der Experten dazu, dass Verbrauchern gegenüber KI-generierten Inhalten in den nächsten Jahren misstrauischer werden, heißt es weiter.
Aber auch konkrete Gefahren von der KI werden gesehen: So schätzen 79 Prozent der Befragten, dass KI-gestützte Algorithmen die Verbreitung von Fake News und Desinformationen erleichtern. Dass Filter- und Informationsblasen durch KI verstärkt werden, glauben 70 Prozent der Experten.
Vertrauenswürdige Umfelder strahlen positiv ab
Als Lösung gegen das Misstrauen von Online-Inhalt identifiziert die DDI vertrauenswürdige Medienumfelder und Plattformen. 80 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Nachrichten und Werbebotschaften in vertrauenswürdigen Medienumfeldern von den Verbrauchern positiver wahrgenommen werden.
Auch der Standort Europa sorgt für Vertrauen: Laut der DDI sind zwei Drittel der Experten (65 %) der Meinung, dass es für Unternehmen von Vorteil ist, ihre Werbung auf bekannten europäischen Plattformen zu schalten. Fast ebenso viele Befragte (64 %) schätzen, dass Publikationen und Plattformen aus Europa aufgrund strengerer Daten- und Verbraucherschutzgesetze als vertrauenswürdiger wahrgenommen werden.
Unternehmen auf Post-Cookie-Ära weiterhin nicht vorbereitet
Ebenfalls Thema der Studie waren die Auswirkungen, die durch das Ende von Third-Party-Cookies entstehen. Obwohl sich Seitdem hat sich in der Branche viel getan. Trotzdem ist die wahrgenommene negative Beeinträchtigung durch den Wegfall der Cookies im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gestiegen. Das Problem wird auch drängender wahrgenommen. Nur acht Prozent der Experten sind der Meinung, dass die Unternehmen in ausreichender Höhe in eine entsprechende Vorbereitung investieren, 2023 waren es elf Prozent. Elf Prozent der Unternehmen sind heute bereits gut vorbereitet (2023: 11%).
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Marcel Kodura 26.11.2024









































