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Soziale Kampagnen
Dresden launcht Initiative gegen Einsamkeit
Die Stadt Dresden hat eine Kampagne gestartet, die die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger auf das Thema Einsamkeit lenken soll. Die Grundidee entwickelte das Dresdner Presseamt gemeinsam mit dem städtischen Geschäftsbereich Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen. Bei der Gestaltung holte sich das Team Unterstützung von der ortsansässigen Agentur Mondsilber, die auch das Keyvisual vorgeschlagen hat, das von der Dresdner Fotografin Patricia Kern stammt. Das Bild einer jungen Frau hinter einer trüben mit Tropfen bedeckten Scheibe wird begleitet von dem Claim 'Hey Du, wollen wir was zusammen machen?' und dem Untertitel 'Teile Herz. Teile Zeit. #gegenEinsamkeit'.
Mit der Kampagne richtet sich die Stadt an von Einsamkeit Betroffene und Menschen, die Betroffene in ihrem Umfeld haben – sei es in der Familie, Nachbarschaft oder beruflich. Die Initiatoren wollen für das Thema sensibilisieren und auch auf Angebote der Stadt aufmerksam machen, die bei der Bewältigung des Problems helfen können. Zu diesen zählen unter anderem Begegnungs- und Beratungsangebote, Nachbarschaftsinitiativen, Bildungsangebote und Selbsthilfegruppen. Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann betont, dass Einsamkeit auch eine gesundheitliche Dimension haben und in jedem Lebensalter auftreten kann.
Aufruf an die Community via Instagram
Nach der Ausspielung auf 100 städtischen City-Light-Plakaten vom 29. Oktober bis 12. November 2024 wollen die Verantwortlichen die Kampagne noch auf Instagram weiterführen, heißt es auf Nachfrage aus dem Presseamt der Landeshauptstadt. Insgesamt drei emotional ansprechende Instagram-Reels mit interaktiven Elementen sollen vor allem jüngere Bewohner der Stadt erreichen. Das erste Reel soll das Thema Selbsthilfegruppen haben, im zweiten werden Gassi-Runden mit dem Tierheim thematisiert und im dritten Reel soll die Community aktiv einbezogen werden. Aus Antworten auf im letzten Reel gestellten Fragen soll dann User-generated Content entstehen. Eine Sprecherin der Initiative kommentiert: "Wir sind überzeugt, dass wir durch diesen videobasierten und interaktiven Ansatz auf Social Media viele Menschen erreichen und zum Nachdenken anregen können."
Auf der Landing-Page www.dresden.de/einsam stellt die Stadt Interessierten aktuelle Informationen und Angebote zur Verfügung. Einsamkeit sei keine Krankheit, könne aber die Gesundheit gefährden. Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Angststörungen, wobei der Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen leichter erkennbar sei als mit körperlicher Gesundheit. Andererseits können schwere Krankheiten einsam machen. Nicht vollständig erforscht ist der Zusammenhang zwischen Suchterkrankungen und Einsamkeit. Insgesamt seien die Zusammenhänge komplex und wechselseitig und müssten noch weiter untersucht werden.
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Madita Bürkner 06.11.2024









































