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Kampagnenstarts
Ottobock und Presence mit Paralympics-Kampagne
Wie im Februar 2024 angekündigt, hat die Berliner Kreativagentur Presence – ein Spin-off von David+Martin – für seinen Kunden eine Kampagne zu den Paralympischen Spielen in Paris entwickelt, die das Medizintechnik-Unternehmen aus Duderstadt weltweit ins Gespräch bringen soll. Bereits seit mehreren Jahrzehnten betreut Ottobock die Para-Athletinnen und -Athleten während der Sommerspiele mit technischem Know-How und nutzt die Olympiade für die Stärkung der eigenen Marke. In diesem Jahr will der Hersteller von Versorgungslösungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität Barrieren in deren Alltag auch für Nicht-Betroffene sichtbar machen und den Diskurs darüber anstoßen.
Der Titel der Kampagne lautet 'The Unofficial Discipline'. Er steht für eine symbolische neue Disziplin, in der Menschen mit Behinderungen täglich unfreiwillig antreten und die für die meisten Menschen ohne Behinderungen unsichtbar ist. Defekte Aufzüge, fehlende Rampen, Treppen, Kopfsteinpflaster, schmale Türen und nicht zuletzt Vorurteile fühlen sich, der Idee der Kampagne zufolge, für Betroffene wie Wettkämpfe im Alltag an.
"Die 'Unofficial Discipline' ist mehr als nur eine symbolische Geste. Sie ist ein Aufruf zur Veränderung, ein Weckruf für eine inklusivere Welt. Damit Menschen mit einer Behinderung ihr Leben so leben können, wie sie es möchten", erklärt Martin Böhm, Chief Experience Officer bei Ottobock, und ergänzt: "In dieser Disziplin können wir nur gewinnen, wenn wir sie gemeinsam abschaffen."
Mit Unterstützung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) findet eine groß angelegte OOH-Aktivierung während der Paralympischen Spiele vom 25. August bis 8. September 2024 in Paris statt.

Plakate mit den Claims sollen vorrangig an Orten hängen, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Barriere bedeuten – Foto: Ottobock
Die Claims lauten: "Can we break the record of braking barriers? / You can´t rise to the top in a broken elevator. / Inaccessibility won’t make it to the finish line. / Do we need to bring our A-Game just to go from A to B?". Mithilfe von Sublines und QR-Code erfahren Interessierte mehr über die Mission der Kampagne für Barrierefreiheit. Plakate, Poster und Videoprojektionen zeigen die Claims vorrangig an schwer zugänglichen Orten wie Treppen sowie auf Plakatwänden in der Metro und an beliebten Touristenattraktionen.
Digital startet die Kampagne am 26. August mit etwa zwei Monaten Laufzeit auf Social Media und Youtube. Für die weltweite Kampagne konnte Ottobock 20 paralympische Spitzensportler und 50 Markenbotschafter gewinnen. Unter dem Hashtag #UnofficialDiscipline teilen sie Herausforderungen im Alltag über Instagram und TikTok. Durch den Aufruf zum Austausch und zum Teilen ähnlicher Momente, will Ottobock eine Social-Media-Bewegung entstehen lassen.
Als Media-Agentur zeichnet Hungriger Hirsch aus Hamburg verantwortlich, das Website Rollout lag bei ctrlQS, Berlin. Die Social-Media-Aktivitäten betreut Ottobock inhouse. Die neue Kampagne läuft mit dem Fokus auf Europa und den USA. Aus Deutschland ist Para-Leichtathlet Léon Schäfer unter den teilnehmenden Sportlern, er sagt: "Eine meiner Hürden im Alltag ist, als Amputierter einen Führerschein zu bekommen. Die Bürokratie ist unglaublich anstrengend und schwierig."

Der deutsche Der deutsche Para-Athlet Léon Schäfer ist einer der Testimonials für die Kampagne "The Unofficial Discipline' – Foto: Getty Imager for Ottobock
Um die Relevanz der Initiative zu betonen, spricht die Initiative von weltweit einer Milliarde Menschen, die mit einer Form von Behinderung leben, was etwa 16 Prozent der Weltbevölkerung entspricht. Böhm sagt: "Unser Ziel ist, die Barrieren im Alltag von Menschen mit Behinderungen für alle sichtbar zu machen. Paris ist dabei nur der Anfang. Die Kampagne wird bald auf andere Städte in Europa und den USA ausgeweitet. Wir sind uns bewusst, dass unsere Mission, Barrieren abzubauen, kein Sprint ist, sondern ein Marathon."
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Madita Bürkner 26.08.2024










































