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Telemedizin
Videosprechstunden werden weniger genutzt
Während der Corona-Pandemie nutzten vermehrt Versicherte die Videosprechstunde bei Ärzten, wenn sie gesundheitliche Probleme hatten. Doch seit 2021 ist die Anwendung des Telemedizin-Angebots um 40 Prozent zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse, Hamburg, anhand von ambulanten Leistungsdaten mit Technik-Zuschlägen aller TK-Versicherten. Nach eigenen Angaben sind es insgesamt mehr als 11,5 Millionen Personen, die bei diesem Kostenträger versichert sind.
Für letztes Jahr 2023 registrierte die Krankenkasse 576.000 Videokonsultationen, während 2021 noch 956.000 Videosprechstunden stattfanden. Der Rückgang ist laut TK-Vorstandvorsitzendem Dr. Jens Baas auf die Aufhebung der Corona-Hygieneregeln zurückzuführen.
"Diese ernüchternde Entwicklung zeigt leider, dass die Coronapandemie der Digitalisierung im Gesundheitswesen nur einen kurzfristigen Anstoß gegeben hat - obwohl die Videosprechstunde ihr Potenzial, die Versorgung sinnvoll zu ergänzen, während der Pandemie bewiesen hat", sagt Baas.
Er ergänzt: "Eine digitale Behandlung spart Anfahrtswege, Wartezeiten in vollen Arztpraxen und reduziert das Ansteckungsrisiko aller Beteiligten. Die Ärztinnen und Ärzte sind aufgrund der digitalen Behandlung flexibler in ihrer Arbeit und können den Praxisalltag effizienter organisieren. Nicht zuletzt stellen die Videosprechstunden in versorgungsschwächeren Gebieten eine gute Behandlung sicher."
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Jennifer von Wiegen 09.08.2024









































