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Das sind die Arzneimittelverordnungstrends 2018

%%%Das sind die Arzneimittelverordnungstrends 2018%%%


Die Menge nach Zähleinheiten (Tabletten, Portionsbeutel, Injektionen) wächst insgesamt um knapp zwei Prozent (Quelle: IQVIA)

Der Arzneimittelumsatz ist im ersten Halbjahr 2018 im Klinik- und Apothekenmarkt gestiegen, im stationären Sektor mit 15 Prozent fast dreimal so stark wie im niedergelassenen Bereich mit gut fünf Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen IQVIA, Frankfurt a.M.

Als Grund für diese Entwicklung nennt IQVIA den Einsatz von innovativen Spezialpräparaten gegen meist schwere Erkrankungen. Dank des medizinischen Fortschritts seien immer zielgenauere Therapien möglich. So verteilten sich die hohen Entwicklungskosten für die zumeist biopharmazeutischen Präparate auf immer kleinere Patientenpopulationen, was entsprechend hohe Therapiekosten mit sich brächte, um die Investitionen zu refinanzieren.

"Die zu erwartende Fortsetzung dieser Entwicklung ist gut für betroffene Patienten, insbesondere wenn bis dato keine oder keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten bestanden. Kostenträger stellt sie allerdings vor Herausforderungen und so werden zukünftig neue Finanzierungsmodelle gefragt sein", bewertet das Mafo-Insitut den aktuellen Trend in der Arzneimittelverordnung.


Die Strukturkomponente ist wesentlicher Einflussfaktor, fällt aber im Vergleich zu früheren Jahren nicht besonders hoch aus (Quelle: IQVIA)


Auch der Pharmagesamtmarkt ist nach IQVIA-Informationen im ersten Halbjahr 2018 gewachsen, und zwar um 6,5 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro (1). Dabei erhöht sich der Umsatz im stationären Sektor gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent, in der Offizinapotheken um gut fünf Prozent (siehe Grafik oben).

IQVIA untersucht auch Ursachen des Umsatzwachstums in einer speziell dafür angelegten GKV-Strukturkomponentenstudie. Veränderungen bei Therapien, Preisen und Mengen werden dort zueinander in Beziehung gesetzt und ihre Auswirkungen berechnet. Für das 1. Halbjahr 2018 ergibt sich demnach ein maßgeblicher Einfluss der sogenannten Strukturkomponente (siehe Grafik unten).

Dagmar Wald-Eßer, Associate Director im Bereich Gesundheitspolitik bei IQVIA, erläutert: "Therapieverschiebungen ergeben sich vor allem aus der Etablierung neuer Präparate. Diese werden dann zunehmend in größeren Packungen verordnet, sodass der Umsatz entsprechend stärker steigt als die Menge. Gleichzeitig sind jedoch auch rückläufige Preise bei AMNOG-Produkten mit Erstattungsbetrag zu berücksichtigen. Ferner tragen Patentabläufe zum Beispiel von Biopharmazeutika mit nachfolgend günstigeren Biosimilars zur Entlastung der GKV bei."

Dass AMNOG-Produkte mit Erstattungsbetrag inzwischen ein erhebliches Gewicht am Markt zukommt, zeigen weitere IQVIA-Analysen. Demnach entfallen auf diese Produktgruppe ein Umsatzanteil von 19 Prozent im 1. Halbjahr 2018 im gesamten GKV-Markt (40 Prozent bei Einschränkung auf das patentgeschützte Segment).

Neben Rabattverträgen wurden in den vergangenen Jahren die größten Einsparungen also zunehmend über Erstattungsbeträge bei AMNOG-Produkten generiert. Im 1. Halbjahr 2018 belaufen sich diese laut IQVIA auf gut 1 Milliarde Euro, gefolgt von über 600 Millionen Euro durch Hersteller-Zwangsabschläge nach § 130a SGB V, knapp 150 Millionen Euro durch Zusatzabschläge infolge des Preismoratoriums und knapp 70 Millionen Euro durch den Generika-Rabatt.


(1) Auf Basis von Abgabepreisen der pharmazeutischen Unternehmer im Apothekensegment und berechneten Preisen. Die Auswertungen zum Klinikmarkt zeigen den Verbrauch von Arzneimitteln in deutschen Krankenhäusern. Der Absatz wird auf Basis von Zähleinheiten (=ZE; Tabletten, Kapseln, Portionsbeutel, Injektionen etc.) erfasst. Die Berechnung des Umsatzes erfolgt mithilfe eines bewerteten Preises pro Zähleinheit. Dadurch sind Rabatte, die die pharmazeutischen Hersteller den versorgenden Klinikapotheken gewähren, mitberücksichtig.



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(bs) 12.09.2018


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