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RWI und Hochschule Fresenius: Private Kliniken arbeiten effizienter

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Private Krankenhäuser sind ertragskräftiger als öffentliche oder gemeinnützige bei ähnlicher Patientenzufriedenheit und Betreuungsrelation durch Pflegekräfte. Das ist ein Resümee der Studie 'Krankenhäuser in privater Trägerschaft 2018', die jetzt in vierter Ausgabe vorliegt. Herausgeber sind das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung aus Essen und die Hochschule Fresenius in München. Die Studie analysiert mit Blick auf den deutschen Markt die Kennziffern von Versorgungskrankenhäusern, die nach diagnosebezogenen Fallgruppen abrechnen. Dabei betrachtet sie Zeitreihen von 1996 bis 2016. Die Studie basiert auf einem Projekt im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK), Berlin.

Abbildung unten: Vergleich der Wirtschaftlichkeit von Kliniken in verschiedener Trägerschaft (Quelle: RWI / Hochschule Fresenius)


Im Blick auf das Jahr 2016 sind demnach 94 Prozent der privaten Kliniken investitionsfähig und können damit ihre Unternehmenssubstanz erhalten. Bei den kommunalen Kliniken trifft das nur auf 66 Prozent zu, bei den freigemeinnützigen auf 79 Prozent. In ihrer Ausstattung und der Zufriedenheit der Patienten liegen die Privaten gleichauf mit Kliniken anderer Träger. Dabei setzen private und freigemeinnützige Träger zwar weniger Pflegevollkräfte je erbrachter Leistungsmenge ein, als es bei kommunalen Trägern der Fall ist. Die ausgewerteten Daten belegen jedoch keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Trägern bezüglich der Pflege am Bett, bzw. der Betreuungsrelation errechnet aus Zahl der Pflegekräfte je Behandlungstag.

Abbildung unten: Vergleich der Personalausstattung von Kliniken in verschiedener Trägerschaft (Quelle: RWI / Hochschule Fresenius)


Die große Herausforderung der Krankenhäuser aller Träger ist, qualifiziertes Personal zu gewinnen, heben die Studienautoren hervor. Hierzu brauche es attraktiv gestaltete Arbeitsplätze und eine größere Innovationsoffenheit gegenüber Digitalisierung, Robotik und künstlicher Intelligenz sowie ein modernes Zuwanderungsgesetz. Eine Ausweitung der Regulierung sei dagegen nicht zielführend. Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des RWI-Kompetenzbereichs Gesundheit: "Regulierungen wie beispielsweise Personaluntergrenzen in der Pflege, wie sie der Koalitionsvertrag vorsieht, bremsen arbeitssparende Innovationen aus, die wir in den kommenden Jahren dringend benötigen, um Rationierung von Leistungen für Patienten wegen wachsender Knappheit an Fachkräften zu vermeiden."

Marktbedeutung privater Krankenhäuser wächst

Private Krankenhäuser haben von 2006 bis 2015 ihren Marktanteil erhöht. Bezogen auf die Anzahl der Versorgungskrankenhäuser stieg er um 6,7 Prozentpunkte, bezogen auf die Zahl der Betten um 4,7 Prozentpunkte und bezogen auf die Zahl der Fälle um 4,1 Prozentpunkte. Die Privaten beteiligen sich zudem überdurchschnittlich häufig an der intensivmedizinischen Versorgung.

Die Anzahl ländlicher Krankenhäuser ist bei privaten Trägern gestiegen, während sie bei anderen Trägerschaften rückläufig ist. Im Jahr 2015 befanden sich 38 Prozent der privaten Krankenhäuser im ländlichen Raum. Bei den kommunalen waren es 40 Prozent und bei den freigemeinnützigen 19 Prozent.

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(np) 14.06.2018


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