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Arzneimarktforscher IMS Health veröffentlicht Jahreszahlen 2015

Der Pharma-Gesamtmarkt ist 2015 auf 38,0 Milliarden Euro gewachsen, das entspricht einem Umsatzplus von 5,6 Prozent in Apotheken und Kliniken. In Produkt-Zähleinheiten betrachtet, wurden insgesamt 94,9 Milliarden Packungen abgegeben, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Das ist die Bilanz des Arzneimittel-Marktforschers IMS Health, Frankfurt am Main, in seinem online veröffentlichten Marktbericht "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Dezember 2015 und im Jahr 2015".

Die führenden pharmazeutischen Unternehmen nach Umsätzen im deutschen Pharma-Gesamtmarkt sind 2015 Novartis, Basel, sowie Roche, Basel, und Sanofi, Paris. Sanofi hat Pfizer auf den vierten Platz verdrängt. Gilead Sciences liegt nach Bayer bereits auf dem sechsten Rang und hat sich gegenüber dem Vorjahr um fünf Plätze verbessert. Der Biopharma-Hersteller mit Sitz in Foster City/Kalifornien bietet unter anderem Hepatitis- und HIV-Medikamente an.

Im Apothekenmarkt hat sich Bayer, Leverkusen, um zwei Plätze verbessert und liegt auf dem zweiten Rang hinter Novartis. Auf den Plätzen drei und vier folgen Sanofi und Pfizer, auf Rang fünf bereits Gilead Sciences.

Im OTC-Bereich wächst der Umsatz am stärksten durch den Trend zur Selbstmedikation. Der Umsatz mit rezeptfreien Präparaten ist 2015 von 7,533 auf 8,088 Milliarden Euro gestiegen, das bedeutet einen Zuwachs von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die im Rahmen der Selbstmedikation erworbenen Medikamente machen nunmehr einen Umsatzanteil von 82 Prozent aus gegenüber auf Rezept geholten OTC-Arzneien. 6,604 Milliarden Euro haben die Verbraucher 2015 aus eigener Initiative für OTC-Produkte in der Apotheke bezahlt, acht Prozent mehr als im Vorjahr.

Umsatzstarke Präparategruppen im Apothekenmarkt insgesamt (Rx und OTC) bleiben Grippemittel, Entzündungshemmer und Krebsmedikamente. Im ersten Quartal 2015 hatte es eine starke Grippesaison gegeben. Antivirale Mittel exkl. HIV erreichten einen Umsatzzuwachs von 90 Prozent im Gesamtjahr. Einen weiteren starken Zuwachs verbuchen mit 45 Prozent höherem Umsatz direkte Faktor Xa Hemmer (Blutgerinnungshemmer gegen Thrombosen und Schlaganfälle) sowie Proteinkinasehemmer für die Krebstherapie (plus 19 Prozent) und MAB Antineoplastika (Monoklonale Antikörper gegen Gewebewucherungen, plus 11 Prozent).

Knapp die Hälfte des Apothekenumsatzes entfällt auf geschützte Marken, die zudem das vergleichsweise höchste Wachstum verbuchen (plus 15 Prozent; 14,9 Milliarden Euro). In gleichem Maße wie geschützte Präparate zulegen, sind Arzneimittel nach Patentende rückläufig (minus 15 Prozent; 4 Milliarden Euro).

Bei den Versandapotheken stieg der Umsatz 2015 um 5,2 Prozent auf 830 Millionen Euro. Dieses Ergebnis verdankt sich dem Zuwachs bei OTC-Arzneimitteln (plus 9 Prozent). Rx-Präparate verlieren über den elektronischen Bestellweg um 7 Prozent Umsatz. Die Abgabemenge der Rx-Präparate sinkt im Versandhandel sogar um 14,3 Prozent.


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(np) 15.02.2016


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