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Klinikbetreiber Asklepios setzt mit neuen Arztkitteln und Patientenfilmen Zeichen für mehr Hygiene

Mit der Abschaffung traditioneller Arztkittel verbindet Klinikbetreiber Asklepios, Hamburg, die Vereinheitlichung der Berufsbekleidung im Corporate Design. Ab April 2016 soll die neue Kollektion im Erscheinungsbild der Dachmarke Asklepios sukzessive bis Juni 2017 in allen Niederlassungen eingeführt werden. Bundesweit sind das rund 100 medizinische Einrichtungen. Das Design, die Farbgestaltung etc., ist nach Vorgabe des bestehenden Konzern-CI (Gestaltungsvorlagen für Bekleidung) entwickelt worden. Das erläutert ein Pressesprecher.

Asklepios hat Anfang Februar 2016 angekündigt, Kurzarmbekleidung für Ärzte einzuführen, einen so genannten Kasack. Hintergrund sind Empfehlungen von Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die in mehreren Studien nachgewiesen haben, dass auf langärmeligen Kitteln häufiger Krankheitserreger festgestellt wurden. Zudem hat Asklepios durch eine eigene repräsentative Studie im September 2015 erhoben, dass 65 Prozent der Befragten sich vor der Ansteckung mit einem multiresistenten Keim bei einem Aufenthalt im Krankenhaus fürchten. Die neuen hygienischen Gewebemixe und Bekleidungszuschnitte sind Teil eines Projekts, die Bekleidungsbeschaffung bei Asklepios zu zentralisieren. Dabei werde ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag pro Jahr eingespart, zugleich aber eine bessere Stoffqualität erreicht, sagt Reinhard Wiedemann, Leiter des Konzernbereichs Einkauf bei Asklepios.

Ein einheitliches Erscheinungsbild herzustellen ist ein Aspekt, der in der Ankündigung der neuen Kleidungskollektion hervorgehoben wird (Foto rechts: Asklepios). Neu geordert werden nicht nur die Kittel von 4.000 Ärzten, sondern auch Bekleidung für die anderen Berufsgruppen im Unternehmen, mehr als 30.000 Mitarbeiter, sowie Wäsche für 1,7 Millionen Patienten pro Jahr – vom Patientenhemd über die Bettwäsche bis hin zum Handtuch. "Wir sind davon überzeugt, dass eine moderne, zeitgemäße Berufsbekleidung nicht nur die Verbundenheit unserer Mitarbeiter mit dem Unternehmen, sondern auch das Vertrauen der Patienten in unsere Dienstleistung stärkt – egal, ob wir sie im bayerischen Bad Tölz oder in Westerland auf Sylt erbringen, ob in St. Augustin bei Bonn oder Schwedt an der Oder", so Asklepios' Pflegedirektor Thomas Krakau.

Patientenaufklärung mithilfe mehrsprachiger Hygienefilme

Die Gefahren der Verbreitung von multiresistenten Keimen in Krankenhäusern adressiert Klinikbetreiber Asklepios seit Dezember 2015 mit neuen Informationsvideos. Unter dem Titel "Durch intensive Hygiene zu mehr Patientensicherheit" vermittelt der Film, der in die in fünf Sprachen Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Französisch übersetzt wurde, Patienten und Besuchern der Asklepios Kliniken praktische Hinweise zur Hygiene. Dabei werden Fragen beantwortet wie: "Was tut Asklepios zum Schutz der Patienten?", "Welche Hygienemaßnahmen befolgt das Krankenhauspersonal?" und "Was können Patienten und Besucher selbst für eine bessere Hygiene tun?" Ziel des Films ist es, Patienten und Besucher für das Thema Hygiene zu sensibilisieren und ihre Eigenverantwortung zu stärken.

Der Film läuft, je nach Umfeld in dem er gezeigt wird, in Versionen mit und ohne Ton. Gezeigt wird er auf den Webseiten der Asklepios Kliniken, in Wartezimmern und auch auf Messen oder Veranstaltungen. Online ist er auf dem Youtube-Kanal von Asklepios hinterlegt. Das Konzept für den Hygienefilm wurde bei Asklepios inhouse entwickelt und mit Unterstützung der Agentur Fuse Healthcare, Hamburg, umgesetzt. (Foto rechts: Screenshot/Asklepios)

Neben dem Film hält Asklepios schon seit vielen Jahren Informationsbroschüren zur Händedesinfektion und zum Umgang mit speziellen Erregern vor – auch in englischer, arabischer und türkischer Sprache. Diese wurden inhouse erstellt, zusammen mit dem Asklepios Großlabor Medilys in Hamburg.

Als weitere Maßnahmen gegen das öffentlich wahrgenommene generelle Problem multiresistenter Erreger kommunizierte Asklepios zu Beginn des Jahres 2016 eine gesteigerte Zahl von 140.000 Screenings jährlich (Untersuchungen der Kliniken auf multiresistenter Erreger), den Einsatz von 150 Hygienespezialisten, diverse Mitarbeiterschulungen und innovative Desinfektionsmaßnahmen.


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(np) 04.02.2016


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