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Google-Konzern Alphabet spricht mit Bayer über Kooperation

Die Manager der Alphabet-Holding und ihrer Töchter führen derzeit Gespräche mit der Bayer AG, Leverkusen, und weiteren Arzneiherstellern aus Europa und den USA. Das berichten mehrere Medien mit Berufung auf eine 'Handelsblatt'-Information. Eine offizielle Stellungnahme seitens Bayer gab es dazu nicht.

Die Strategie von Alphabets Life-Science-Tochter Verily, Mountain View/Kalifornien, Kooperationen mit großen Pharmaunternehmen zu suchen, ist an sich nicht neu, sondern ein Element ihres Geschäftsaufbaus. Die Life-Science-Unit hat erst im Dezember 2015 den neuen Namen Verily erhalten und besteht aus einem Team aus einigen hundert Mitarbeitern unter Leitung von CEO Andy Conrad und Chief Medical Officer Dr. Jessica Mega. Verily entwickelte sich aus dem Google-Projekt einer intelligenten Kontaklinse, die in Zusammenarbeit mit Novartis, Basel, realisiert werden soll. Ein aktueller Überblick über diese und weitere Kooperationen:

Partnerschaft mit Novartis

Novartis plant erste Nutzungstests mit der Google-Kontaktlinse in diesem Jahr 2016, lautet ein 'Reuters'-Bericht vom September 2015 unter dem Titel "Novartis to start human tests with Google lens in 2016." Es handelt sich dabei zunächst um eine sogenannte smarte Kontaktlinse, die das Auge dabei unterstützen soll, seine selbständige Schärfefokussierung wiederherzustellen. Sie ist gedacht für das Einsatzgebiet Presbyopie, altersbedingte Weitsichtigkeit. Auf Basis der Kooperationsvereinbarung mit Google aus dem Jahr 2014 entwickelt Novartis auch eine Kontaktlinse für Diabetiker, die den Blutzuckerspiegel messen können soll. Novartis-Chef Joe Jimenez hat dem Bericht nach der Schweizer Zeitung 'Le Temps' gesagt, das Projekt der smarten Kontaktlinse mache gute Fortschritte. Man liege im Zeitplan, bei dem man immer davon ausgegangen sei, dass frühestens nach fünf Jahren Produkte marktreif würden.

Kooperation mit Biogen

Mit Biogen Idec Inc, Cambridge/USA, arbeitet die Google Life-Science-Division seit Januar 2015 zusammen daran, Therapien im Bereich Multiple Sklerose zu verbessern. Mithilfe von Sensoren, Software und Datenanalyse wollen die Partner die Krankheit aus den Patientendaten heraus erforschen und herausfinden, welche Faktoren in Körper und Umwelt den Verlauf der Krankheit in Gang setzen und warum die Krankheit von Patient zu Patient anders verläuft. Verily-Chef Andy Conrad hatte dazu gesagt, sein Team wolle bei helfen, die Krankheit schon in ihrem Anfang zu verstehen und die Therapie von der Behandlung zur Prävention zu verlagern.

Am ersten Februar 2016 berichtete das amerikanische online-Fachmagazin 'Biospace' über Äußerungen von Adam Koppel, Vice President Corporate Development Biogen, über die Zusammenarbeit mit Google. Anlass war eine Harvard Business School Healthcare Conference, Cambridge/USA (Titel des Artikels: "Biogen Exec Talks Google's Verily Partnership & Google’s Ultimate Game Plan").

Koppel sagte laut 'Biospace', sein Team habe die Verily-Manager gefragt, was sie wirklich erreichen wollen. Ihre Antwort sei gewesen, sie wollten Versicherungsinstanz im Gesundheitswesen werden ("They want to become the payer." ... "They want to take over CMS. And they will say that to you."). Die CMS Centers of Medicare & Medicaid Services sind in Amerika ein Teil des Department of Health and Human Services (HHS) und verwalten Medicare, Medicaid, das Children’s Health Insurance Program (CHIP), und den Health Insurance Marketplace.

'Biospace' berichtet weiter, Google habe auch versucht, zusammen mit einer Anbieter-Gruppe um PricewaterhouseCoopers einen 11-Milliarden-Dollar-Auftrag für Electronic Health Records beim Department of Defense zu gewinnen, sei aber bei der Auswahl nicht unter die letzten drei gekommen.

Biogen wiederum, so 'Biospace', wolle von den verfügbaren Daten und Big Data-Analysen in der Zusammenarbeit mit Google profitieren. Der Fokus rücke gerade von Multipler Sklerose zu Alzheimer. Biogen-Manager Koppel habe in Harvard gesagt, sein Unternehmen wolle mit Google zusammen die Daten in einen Pool bringen, um die Biomarker zu erforschen. Google habe die Suchtechnologie, um einzelne Signale aus dem Rauschen großer Datenmengen zu interpretieren, wie es kein einzelnes Biopharma-Unternehmen könne. ("We’re actually looking to build a consortium with them to pool this data, to understand the biomarkers and safety markers," Koppel said at Harvard. "What Google can do that a biopharmaceutical company can’t is pool all this data—and they have the queries and search tools to create signals from noise in a way I don’t think any of us can do on our own.")

Joint Venture mit Johnson & Johnson

Im Dezember 2015 gab Johnson & Johnson bekannt, mit seiner Medical Devices-Tochter Ethicon Inc., New Jersey, in Zusammenarbeit mit Verily Life Sciences das neue Unternehmen Verb Surgical Inc. zu gründen. Unter dem Dach von Verb Surgical sollen in den nächsten Jahren Robotik-unterstützte Chirurgie-Instrumente und Operationssaal-Technologien entwickelt werden. Als Einsatzgebiet genannt wurden minimal-invasive Chirurgie und effizientes Operationssaal-Management, wofür Komplettlösungen angedacht sind. Gary Pruden, Worldwide Chairman, Johnson & Johnson Medical Devices, sagte: "Das Team hat bereits bedeutende Fortschritte mit der Robotik-Plattform erzielt, die entwickelt wird, um in einer Vielzahl von chirurgischen Spezialdisziplinen eingesetzt werden zu können." ("The team has already made meaningful progress on the robotics platform, which is being developed for application across a host of surgical specialties.")

President & CEO von Verb Surgical ist Scott Huennekens. Seinen Hauptsitz wird das Joint Venture am Google-Standort Mountain View haben. Ethicon und Verily brachten beide ihr relevantes Geistiges Eigentum, ihre Forschungsressourcen und Technologien in das neue Unternehmen ein.

Verily ist Investitionsgeschäft für Google-Konzern Alphabet

Laut Börsenberichten von Anfang Februar 2016 machten die "Other Bets" des Alphabet-Konzerns, unter denen verschiedene neue Geschäftsfelder wie Verily zusammengefasst sind, im Quartal einen Betriebsverlust von 1,2 Milliarden Dollar, im Gesamtjahr sogar 3,57 Milliarden Dollar. Alphabet selbst ist Anfang Februar 2016 mit mehr als 550 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung das wertvollste Unternehmen der Welt.


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(np) 04.02.2016


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