Politik

BMBF startet bundesweite Gesundheitsstudie ab 2014

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Berlin, startet die bisher größte medizinische Gesundheitsstudie Deutschlands. Ab Anfang 2014 werden 400.000 per Zufallsprinzip ausgewählte Personen zwischen 20 und 69 Jahren per Brief aufgefordert, sich an der Erforschung von Volkskrankheiten zu beteiligten.

Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren sollen durch die sogenannte 'Nationale Kohorte' neue Erkenntnisse über den Einfluss von genetischen Faktoren, Umweltbedingungen, sozialem Umfeld und Lebensstil auf die Entstehung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs gewonnen werden. Insgesamt können bis zu 200.000 Menschen an der Studie teilnehmen.

Die Teilnehmer werden in einem der 18 Studienzentren medizinisch untersucht und zu ihren Lebensgewohnheiten und Lebensumständen befragt. Nach vier bis fünf Jahren laden die Studienzentren alle Probanden zu einer zweiten Untersuchung ein.

Von den Ergebnissen der Studie erhofft sich die Wissenschaft Antworten auf Fragen wie: Wodurch entstehen chronische Krankheiten? Gibt es Faktoren, die ihre Entstehung begünstigen? Wie können diese Krankheiten frühzeitig erkannt werden? Wie können wir uns vor diesen Krankheiten besser schützen?

"Wir haben in den nächsten Jahren durch das Forschungsprojekt die große Chance, einen enormen Wissensschub im Kampf gegen Volkskrankheiten wie Krebs zu erzielen. Diese Chance auf eine bessere Prävention müssen wir nutzen", sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Zudem will das BMBF mit der Forschungsinitiative den Anschluss an die internationale Spitzenforschung der Epidemiologie erhalten.

Für den Datenschutz wurde ein IT-Sicherheitskonzept erarbeitet und festgelegt, das laut BMBF vom Bundesdatenschutzbeauftragten positiv bewertet wurde.

Finanziert wird die Studie durch das BMBF, die 14 beteiligten Länder und die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit insgesamt 210 Millionen Euro. 13 Universitäten, vier Helmholtz-Zentren, vier Leibnitz-Institute und zwei Ressortforschungseinrichtungen sind beteiligt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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(bs) 01.07.2013


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