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Medizintechnik-Verband Spectaris präsentiert Digitalisierungsstudie

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Spectaris und Messe Düsseldorf stellen eine Studie vor, wonach Medizintechnik-Hersteller ihren Digital-Umsatz in zehn Jahren fast verfünffachen könnten. Derzeit schätzen deutsche Medizintechnikunternehmen, dass sie elf Prozent ihres Umsatzes mit neuartigen digitalen Produkten und Dienstleistungen erzielen. Hochgerechnet auf die Branche summiert sich dies auf 3,3 Milliarden Euro. Für 2028 erwarten befragte Unternehmen und Experten einen Digitalanteil von 31 Prozent des Umsatzes, das wären branchenweit 15 Milliarden Euro. Der jährliche Umsatzzuwachs im Digital-Segment würde bei 16 Prozent liegen, so die Prognose in der Studie mit dem Titel 'Gesundheit 4.0 – Warum Deutschland Leitmarkt der digitalen Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik werden muss und was jetzt zu tun ist'.

Jörg Mayer, Geschäftsführer von Spectaris, sagt, es bestehe "kein Zweifel: Hier liegt die Zukunft, denn Medizinprodukte und Services ohne digitale Komponenten dürften künftig eher die Ausnahme als die Regel sein." Erst vor wenigen Tagen hatte der Verband seine Jahresendprognose der Branche kommuniziert. Die deutschen Medizintechnikhersteller blicken demnach zuversichtlich auf das laufende Jahr. Für 2018 werde mit einem Umsatzplus von etwa vier bis fünf Prozent gerechnet, so dass der Branchenumsatz wohl erstmalig die 30-Milliarden-Euro-Marke überschreiten werde.

Die Digitalisierungsstudie gab der Hersteller-Verband mit Sitz in Berlin zusammen mit der Messe Düsseldorf in Auftrag (sie veranstaltet diesen Monat die Medizin-Messe Medica). Das Beratungsunternehmen Roland Berger übernahm die Erhebung. Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Online-Umfrage, an der mehr als 200 deutsche Medizintechnikunternehmen mitwirkten. Eingeflossen sind außerdem die Ergebnisse von ca. 50 Tiefeninterviews mit Vertretern von Unternehmen, Politik, Leistungserbringern, Krankenkassen und Start-ups, die Roland Berger zwischen Juli und November 2018 führte.

Besonders hohes Potenzial für die Medizintechnik sehen befragte Experten demnach in der IT-Vernetzung im Krankenhaus, in der elektronischen Patientenakte und in sensorgestützten Geräten.

Abbildung: Potenzialbewertung verschiedener Technologien, Top 6 von 13 abgefragten (Quelle: Roland Berger)


Hersteller wünschen sich mehr politische Unterstützung

Trotz des Potenzials verläuft die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen nur schleppend, heben die Studienautoren hervor. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sehen wenige Befragte einen "hohen Reifegrad der Digitalisierung" der deutschen Medizintechnik-Branche (9 %) oder des deutschen Gesundheitssektors allgemein (7 %). Vielmehr sehen 52 Prozent einen "moderaten" Digitalisierungsgrad bei der deutschen Medizintechnik, 33 Prozent einen "eher geringen" – und bei der deutschen Gesundheitswirtschaft nehmen 28 Prozent der Befragten ein "moderates" Digitalisierungsniveau wahr, 50 Prozent ein "eher geringes".

Dabei sind die Digitalisierungsinvestitionen der Medizintechnik-Unternehmen laut der Studie gering. 22 Prozent der Befragten geben an, in ihrem Unternehmen würden weniger als 0,5 Prozent des Jahresumsatzes in Digitalisierungsprojekte investiert. Bei 29 Prozent der Hersteller könnten es zwischen 0,5 Prozent und 1,5 Prozent des Jahresumsatzes sein. Insgesamt sagen nur 24 Prozent der Befragten, ihr Unternehmen sei sehr gut (3 %) oder gut (21 %) auf zukünftige Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet.

Gefragt nach den drei größten Hürden der Digitalisierung im deutschen Gesundheitsmarkt, entfallen 44 Prozent der Mehrfachnennungen auf ungeklärte zulassungsrelevante Fragestellungen, 40 Prozent auf mangelnde Infrastruktur und 37 Prozent auf fehlende politische Unterstützung.

In der Studien-Publikation geht es anschließend um zehn politische Handlungsempfehlungen für eine wettbewerbsfähige digitale Gesundheitswirtschaft. Dazu gehören u.a. eine nationale E-Health-Strategie, eine Priorisierung der Digitalisierung in den Medizintechnikunternehmen sowie die Entwicklung eines umfangreichen Infrastrukturprogramms.

Abbildung unten: Wahrgenommener Handlungsbedarf zur Digitalisierung (Quelle: Roland Berger)



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(np) 08.11.2018


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