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Stiftung Organtransplantation erarbeitet Initiativplan mit Gesundheitsministerium

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Zur Förderung der Organspende in Deutschland soll jetzt ein Initiativplan in enger Zusammenarbeit von Bundesgesundheitsministerium, Deutscher Stiftung Organtransplantation und weiteren Partnern erarbeitet werden. Das berichtet die Deutsche Stiftung Organtransplantation mit Sitz in Frankfurt, nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jüngst nach einem Expertentreffen ein breites Maßnahmenpaket und mögliche Gesetzesänderungen angekündigt habe, um die Rahmenbedingungen für die Organspende zu verbessern. Zu Beginn des Jahres hatte die Stiftung einen solchen Initiativplan gefordert, als sie für 2017 den niedrigsten Stand von Organspenden seit 20 Jahren meldete.

Die bei möglichen Maßnahmen fokussierte Ursache niedriger Organspende-Zahlen ist nicht mehr die angeblich mangelnde Spendenbereitschaft der Bevölkerung, so die Stiftung. Vielmehr gehe es um bessere Strukturen und Rahmenbedingungen in den Krankenhäusern. Gemeinsame Analysen mit den Kliniken hätten gezeigt, dass es klar definierte Rechte und Pflichten für Transplantationsbeauftragte brauche, ebenso wie eine aufwandsgerechte Vergütung der Entnahmekrankenhäuser. Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Schleswig-Holsteins habe zudem erbracht, dass die Entnahmekrankenhäuser mögliche Organspender immer seltener erkennen und melden. Gelänge es, diesen Prozess in den Krankenhäusern organisatorisch und politisch zu stärken, könnte die Anzahl der gespendeten Organe laut der Studie erheblich gesteigert werden.

Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO: "Weder durch Arbeitsdruck noch durch finanzielle Nachteile darf die Organspende im Klinikalltag an den Rand gedrängt werden." Auch über weitere strukturelle Unterstützungen der Entnahmekrankenhäuser im Organspendeprozess müsse nachgedacht werden. Ziel sei es, eine Kultur der Organspende zu fördern, die das Denken an Organspende am Lebensende sowohl in der Gesellschaft als auch in den Kliniken zur Selbstverständlichkeit werden lasse.

Mit den Zahlen zur Entwicklung der Organspende ging es im ersten Halbjahr 2018 wieder aufwärts, wie die Stiftung weiter berichtet. In den ersten sechs Monaten konnten insgesamt 484 Spendern Organe für eine Transplantation entnommen werden. Das sind 72 Spender mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Ähnliche Beiträge:

April 2018: Bayerisches Gesundheitsministerium zündet zweite Stufe der Organspende-Kampagne

Januar 2018: Deutsche Stiftung Organtransplantation fordert Initiativplan für Organspende

Juni 2016: Die Mehrheit der Deutschen denkt positiv über Organspende


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(np) 11.07.2018


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