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Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller evaluiert Potenzial von OTC-Switches

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Der BAH regt an, neuen Schwung in die Realisierung von OTC-Switches in Deutschland zu bringen und präsentiert dazu mehrere Umfragen und Analysen. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) hat am 12. Juni seine 2. BAH Switch-Konferenz in Berlin veranstaltet. Auf der Agenda: Die Ergebnisse von Meinungsumfragen unter Ärzten, Apothekern und Patienten. Eine beispielhafte Berechnung möglicher Versorgungs- und Kosteneffekte von OTC-Switches in zwei Indikationen. Sowie eine Analyse, wie Deutschland als Switch-Standort im internationalen Vergleich dasteht. Die Ergebnisse hat der Hersteller-Verband in der Publikation 'Von der Verschreibungs- zur Apotheken-Pflicht' vorgelegt.

Dr. Traugott Ullrich, stellvertretender Vorsitzender des BAH, resümierte auf der Veranstaltung: "Wir haben gezeigt, dass wir das Thema sehr umfänglich mit Evidenz begleiten wollen." Die internationalen Beispiele in den Konferenz-Vorträgen hätten verdeutlicht, dass noch viel mehr möglich ist, auch aus Sicht des Patienten.

Der BAH fokussiert OTC-Switches als einen Beitrag für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung. Durch mehr Selbstmedikation würden in Arztpraxen mehr Freiräume für Patienten geschaffen, die den Arzt unbedingt konsultieren müssten. Weniger Arztbesuche in Selbstmedikationsfällen wirkten sich kostensparend auf das GKV-System aus und zeitsparend für die Patienten. Die Apotheke vor Ort werde als niedrigschwellige Beratungsinstanz an Bedeutung gewinnen.

Die Switch-Pipeline in Deutschland droht auszutrocknen, warnt der BAH in seiner Publikation. Die Freigabe eines Wirkstoffs für den OTC-Markt erfolgt hierzulande nur auf Antrag eines Herstellers. Zuletzt hatte laut BAH kein Arzneimittelunternehmen einen Antrag gestellt. Für die Hersteller sei der Prozess wenig attraktiv, da er aufwändig sei und nach dem Switch keine Marktexklusivität (mehr) bestehe.

Umfrage-Ergebnisse belegen hohe Zustimmung zu OTC-Switches

Laut den vorgestellten Meinungsumfragen sprechen sich Apotheker und Ärzte mehrheitlich für weitere Switches aus. Auch unter Verbrauchern gibt es hohe Zustimmungswerte zu positiven Aspekten eines Switches.

Insgesamt 85 Prozent der Apotheker bejahen weitere Switches voll oder mit Einschränkungen. Bei den Ärzten sind es 51 Prozent. Während die Apotheker glauben, dass mehr Selbstmedikation eine Stärkung der apothekerlichen Kompetenz bedeutet (95 Prozent), befürchten die Ärzte eine Abwertung des Arztes als Ansprechpartner bei allgemeinen Gesundheitsproblemen (41 Prozent). Die Erhebung erfolgte in einer Kooperation des BAH mit der Hochschule Kaiserslautern und den Fachtiteln 'Deutsche Apotheker Zeitung' sowie 'Ärzte Zeitung'.

Aus Sicht der Konsumenten ist eine Zeitersparnis durch den Verzicht auf Arztbesuche offensichtlich nicht der wichtigste Vorteil eines Switches. Zwar bejahen 51 Prozent die Aussage "finde ich gut, denn so spare ich mir den Weg zum Arzt" – auf einer Skala von 1 für voll zustimmend bis 7 für überhaupt nicht zustimmend vergeben sie die Zustimmungswerte 1 bis 3. Andererseits erhält diese Aussage mit 17 Prozent überhaupt nicht Zustimmenden auch eine gewisse Ablehnung. Positiver ist die Haltung der Verbraucher zu der Aussage "finde ich gut, denn der Apotheker berät mich zuverlässig" (57 Prozent). Die Bevölkerungsumfrage realisierte das Marktforschungsinstitut Nielsen im Auftrag des BAH unter 1.000 Personen ab 15 Jahren.

Abbildungen unten: Einstellungen von Apothekern und Ärzten gegenüber mehr OTC-Switches (Quelle: BAH)



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(np) 13.06.2018


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