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Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht Studienbericht zur Apothekenvergütung

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat gestern den erwarteten Bericht betreffend die Bemessung von Apothekervergütungen veröffentlicht. Das mit der Studie beauftragte Marktforschungs- und Beratungsunternehmen 2HM & Associates aus Mainz meldet die Publikation des Endberichts mit dem Titel 'Ermittlung der Erforderlichkeit und des Ausmaßes von Änderungen der in der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) geregelten Preise'. Die 370-seitige Langfassung steht auf der Website des BMWi zum Download zur Verfügung. Ziel des Forschungsprojektes war, eine datenbasierte und belastbare Entscheidungsgrundlage für zukünftige Änderungen der AMPreisV zu schaffen. Die AMPreisV regelt die bundesweit einheitlichen Abgabepreise für rezeptpflichte Arzneimittel und die darin einkalkulierten Vergütungen des pharmazeutischen Großhandels und der Apotheken.

In dem Bericht präsentieren die Autoren unter anderem ein neues Berechnungsmodell für die Kosten, die in Apotheken bei der Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln entstehen, und für die Abdeckung dieser Kosten durch Vergütungsbestandteile in der AMPreisV. Dabei stellen sie beispielsweise fest, dass Rx-Präparate zwar 80 Prozent der Umsätze in Apotheken ausmachen, jedoch nur 40 Prozent der abgegebenen Packungen. Durch Vergütungszuschläge, die sich prozentual aus Umsatz errechneten, werde also die Abgabe von OTC-Präparaten quersubventioniert, da sich viele Kosten aus der Warenabwicklung und der Beratung zu abgegebenen Packungen herleiteten. Hier gehen die Autoren davon aus, dass der Beratungsaufwand pro Packungseinheit für Rx und OTC als durchschnittlich vergleichbar" anzusehen ist. Laut Berechnung der Autoren würden 1,24 Milliarden Euro eingespart, wenn das neue, Kostendeckung anstrebende Berechnungsmodell angewendet werde. Diese Einsparungen kämen den Krankenkassen, Selbstzahlern und weiteren Kostenträgern zugute.

Bereits vor der Veröffentlichung waren immer wieder Details kolportiert worden. Diesen "skandalösen Vorgang" der wiederholten Durchstechung von Informationen hatte die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am 30. November in einem Video-Statement kritisiert.


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(np) 22.12.2017


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