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Politik

Gesetzliche Krankenkassen steigern ihre Überschüsse weiter

%%%Gesetzliche Krankenkassen steigern ihre Überschüsse weiter%%%

Die Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen sind im dritten Quartal 2017 noch schneller angestiegen als zuvor. Im ersten Halbjahr hatten die Kassen 1,2 Milliarden Euro Überschüsse erwirtschaftet, inklusive des dritten Quartals erzielten sie nun 2,5 Milliarden Euro Plus, die im laufenden Jahr gegenüber allen Kosten übrig bleiben. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum des 1.-3. Quartals 2016 betrugen die Überschüsse 1,6 Milliarden Euro. Das sind aktuelle Finanzergebnisse der gesetzlichen Krankenkassen, die das Bundesgesundheitsministerium gestern bekanntgegeben hat. Insgesamt wuchsen demnach die Finanzreserven per Ende September 2017 auf rund 18,6 Milliarden Euro. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit beträgt die durchschnittliche Finanzreserve sämtlicher Krankenkassen knapp eine Monatsausgabe und liegt damit fast viermal so hoch wie die gesetzlich vorgesehene Mindestreserve. Auf dieser Basis und aufgrund fortgesetzt positiver Erwartungen für die Finanzentwicklung hat das Ministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2018 von 1,1 auf 1,0 Prozent abgesenkt.

Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister: "Es ist gut, dass unsere Verbesserungen, etwa in der Prävention oder der Hospiz- und Palliativversorgung, bei den Versicherten ankommen. Gleichzeitig zeigen die weiter steigenden Finanzreserven der gesetzlichen Krankenversicherung, dass es richtig war, den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz abzusenken. Denn mit Finanzreserven von 18,6 Milliarden Euro haben viele Krankenkassen gute Spielräume für hochwertige Leistungen bei attraktiven Beiträgen. Es liegt nun in der Hand der einzelnen Krankenkassen, diese Spielräume im Sinne ihrer Versicherten auszuschöpfen."

Die Einnahmen der Krankenkassen beliefen sich auf 174,7 Milliarden Euro in den ersten drei Quartalen 2017, demgegenüber betrugen die Ausgaben rund 172,2 Milliarden Euro – die Einnahmen stiegen um 4,2 Prozent, die Ausgaben um 3,7 Prozent. Dabei entwickelten sich die zuweisungsrelevanten Ausgaben mit 3,8 Prozent so, wie von den im Schätzerkreis vertretenen Experten von Bundesversicherungsamt und Bundesgesundheitsministerium für das Gesamtjahr 2017 erwartet. Die Krankenkassenseite im Schätzerkreis hatte für 2017 eine Beschleunigung des Ausgabenwachstums auf 4,2 Prozent erwartet, erläutert das Bundesgesundheitsministerium in seiner Darlegung der Finanzergebnisse.

Trotz der Umsetzung wichtiger Verbesserungen für die Versicherten, die in den Jahren 2015 und 2016 auf den Weg gebracht worden seien, habe sich der Ausgabenzuwachs bei den Krankenkassen seit 2014 erheblich abgeflacht. Während die Krankenkassen-Ausgaben im Gesamtjahr 2014 um 5,7 Prozent stiegen, waren es in 2015 nur 4,0 Prozent und in 2016 wuchsen sie um 4,2 Prozent. In den ersten drei Quartalen 2017 verringerte sich der Ausgabenzuwachs mit der bereits genannten Rate von 3,7 Prozent also weiter. Und das bei deutlich steigenden Versichertenzahlen von rund 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wie das Bundesgesundheitsministerium anmerkt, sind die Neuzugänge im Schnitt nicht nur jünger, sondern nehmen auch weniger Gesundheitsleistungen in Anspruch als die gleichaltrigen Bestandsversicherten. Das habe zu einer Abflachung der Ausgabenzuwächse je Versicherten beigetragen.


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(np) 07.12.2017


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