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| Public Affairs | Dienstag, 07. September 2010 |
Ein Jahr nach dem Projektstart ‚Grünes Rezept‘, bei dem der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) Rezeptformulare zur Verordnung nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel an interessierte Ärzte versendete, zieht der Verband Bilanz und gründet die amedicon GmbH, Bonn.
Insgesamt verteilte der BAH 2009 kostenlos rund 15 Millionen Rezeptformulare an niedergelassene Ärzte. Das Projekt wurde von einer Informationskampagne unterstützt, die Wartezimmerplakate, Anzeigen und Bestellformulare insbesondere in der ‚Ärzte Zeitung‘ umfasste.
Fast 70 Prozent aller Hausärzte verwenden inzwischen das Grüne Rezept in ihrer Praxis. Nach einer Umfrage des Institut für Demoskopie Allensbach kennen mittlerweile 56 Prozent aller Deutschen das Grüne Rezept. Aus Patientensicht werde durch die Grünen Rezepte sichergestellt, dass auch nach dem Erstattungsausschluss rezeptfreier Arzneimittel in 2004 eine Therapie unter ärztlicher Anleitung mit OTC-Arzneimitteln möglich ist.
Auch Apotheker erkennen das Grüne Rezept als „patientengerechte Lösung“ und „zur Stärkung der Therapiesicherheit und Therapietreue“ an. So hat auch die Apothekerschaft, koordiniert durch den Deutschen Apotheker Verband und die ABDA, an der Distribution und ideellen Unterstützung des Projekts mitgewirkt. Zahlreiche Apotheken haben nach einem Aufruf in der ‚Pharmazeutischen Zeitung‘ Grüne Rezepte beim BAH bestellt, diese an die Ärzte in ihrer Umgebung weitergeleitet und den Medizinern damit die Idee des Grünen Rezepts näher gebracht.
Zum Jahreswechsel hat der BAH das Projekt in die Hände einer Firmeninitiative aus dem Kreis der BAH-Mitgliedsunternehmen übergeben. Nähere Informationen zu dieser Initiative, die das Projekt fortführen soll, unter www.ini.gruenerezepte.de.
(bs) 09.03.2010