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| Medien | Freitag, 30. Juli 2010 |
Die Compugroup Holding AG, Koblenzn, hat sich zum Jahresbeginn von ihrer 100-prozentigen Beteiligung an der medi cine medienproduktions GmbH mit Sitz in Mainz getrennt. Das Unternehmen bietet schwerpunktmäßig Film- und TV- Produktionen an und vertreibt unter anderem auf dem TV-Publikumssektor medizinjournalistische Dienstleistungen. Darüber hinaus wurden 70,3 Prozent der Firmenanteile an dem österreichischen Unternehmen Innomed Gesellschaft für medizinische Softwareanwendungen GmbH erworben, die in Österreich Arztinformationssysteme entwickelt und vertreibt.
Die neue Gesellschafterin der medi cine, die redspider networks GmbH, ist ebenfalls im Umfeld von TV-Produktionen tätig. Über den Verkaufspreis machten beide Unternehmen keine Angaben.
Zum Kauf der Anteile an der österreichischen Firma sagt Willibald Salomon, Senior Vice President CEE (Central Eastern Europe) bei der Compugroup: „Mit dem Ausbau unserer Präsenz auf dem Sektor der Arztinformationssysteme in Österreich haben wir dort nun mit etwa 50 Prozent Marktanteil in den Bereichen Software für Ärzte und Krankenhäuser eine sehr gute Aufstellung.“
Die für 9,3 Millionen Euro mehrheitlich (70,3 Prozent) erworbene Innomed zählt in Österreich 2.500 ärztliche Anwender. Die verbleibenden 29,7 Prozent der Anteile werden von den bisherigen Eigentümern gehalten. Innomed hat in 2009 nach eigenen Angaben einen voraussichtlichen Umsatz von 4,6 Millionen Euro erzielt. Davon entfallen 3,1 Millionen Euro auf langfristige Softwarepflege- sowie jährliche Lizenzeinnahmen. Compugroup hat sich jedoch die Option auf eine vollständige Übernahme nach dem 1. Januar 2013 bereits zu festgelegten Rahmenbedingungen gesichert. Nach Angaben von Compugroup betrug das Eigenkapital der Innomed am 1. Januar dieses Jahres 0,3 Millionen Euro.
(bs) 13.01.2010